Eine Investition, die sich auf Jahrzehnte rechnen soll, ist der Bau des neuen Vereinshauses in unmittelbarer Nähe zum Fürstenberger Freizeit- und Sportpark am Bürgerhaus. Dort, wo heute noch ein Pumpenhäuschen ein unscheinbares Dasein fristet, soll es auf drei Etagen entstehen.

Endlich eine Lösung für die Raumknappheit

Der Neubau soll auf einen Schlag die Raumknappheit lösen, mit der die Fürstenberger Vereine seit Jahren kämpfen, um all ihre Termine unterzubringen. Ortsvorsteher Bernhard Schmid ist zuversichtlich, dass das neue Gebäude nicht nur helfen wird, dem Alltag der örtlichen Verein neues Leben einzuhauchen, sondern auch genügend Platz für neue Veranstaltungen und Angebote offen lässt.

Vereine managen künftig die Gemeinschaftseinrichtung

Zusätzlich dürfte das Vereinshaus die Gemeinschaft der Vereine untereinander festigen. Sie managen in Zukunft das neue Gebäude, dessen Entwurf von Architekt Rüdiger Münzer stammt.

Enger Kontakt zwischen Architekt und Nutzern

Münzer führte im Vorfeld einige Gespräche mit den Verantwortlichen, um möglichst vieles von deren Wünschen und Bedürfnisse in die Planungen einfließen zu lassen. Auch im Zukunft wird er in enger Zusammenarbeit mit Vereinen und der Stadt als Bauherr die Details des Gebäudes weiterentwickeln. Schließlich ist es oberstes Ziel, die Kosten für das zu einem Drittel vom Land geförderte Vereinshaus nicht zu überschreiten. Insgesamt ist eine Investitionssumme von 900 000 Euro veranschlagt.

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Jeder Verein, der nach Fertigstellung des Gebäudes die Räume nutzt, soll sich nach seinen Möglichkeiten während der Bauphase einbringen. Direkt vor Ort übernimmt der Fürstenberger Bauspezialist Heinz Mayer die Funktion als Ansprechpartner. Das neue Vereinshaus soll funktional eingerichtet sein und vielen Vereinen Unterschlupf bieten.

Ortsvorsteher Bernhard Schmid präsentiert zuversichtlich die bestehenden Baupläne für das Vereinshaus, das voraussichtlich 2020 Realität werden soll.
Ortsvorsteher Bernhard Schmid präsentiert zuversichtlich die bestehenden Baupläne für das Vereinshaus, das voraussichtlich 2020 Realität werden soll. | Bild: Archivbild: Rainer Bombardi

Auch jene profitieren, die nicht mit umziehen

Parallel erhalten jene Vereine und Institutionen, die in den bestehenden Räumlichkeiten bleiben, eine Chance, ihre Identität und die Gestaltung ihrer Proberäume zu optimieren. Zu ihnen zählen die Trachtengruppe und der Gesangverein, die sich weiterhin im Untergeschoss der Bürgerhalle treffen.

Rathaussaal soll wieder für Sitzungen dienen

Der zum Jugendraum umfunktionierte Rathaussaal soll wieder in seine originäre Nutzungsform überführt werden. Die Ortsverwaltung muss für ihre Sitzungen und andere politische Veranstaltungen dann nicht mehr auf die oftmals viel zu große Bürgerhalle, das Foyer oder in das Nebenzimmer von Gasthäusern ausweichen. Die Feuerwehr ist nach dem Bau wieder alleinige Nutzerin ihres Gerätehauses.

Ständig wachsende Musikkapelle

Einer der Auslöser für den Neubau war die ständig wachsende Musikkapelle, die aktuell rund 80 Aktive zählt, und jedes Probelokal sprengt. Auch die Jugendkapelle wächst kontinuierlich, was in den vorhandenen Proberäumen die Ausbildung erschwert. Hinzu kommt, dass es nicht einfach ist, in einem engen Raum die musikalische Qualität weiter zu steigern.

Bereits während der Bürgerversammlung hält Heinz Mayer (stehend) ein Plädoyer für das Vereinshaus.
Bereits während der Bürgerversammlung hält Heinz Mayer (stehend) ein Plädoyer für das Vereinshaus. | Bild: Archivbild: Rainer Bombardi

Untergeschoss als Domizil für die Musiker

Dirigent Matthias Mayer legt im neuen Probelokal, das sich auf rund 120 Quadratmetern im Untergeschoss des neuen Gebäudes befinden soll, großen Wert auf eine akustisch adäquate Ausstattung. Das Untergeschoss wird komplett der Musikkapelle vorbehalten sein und zudem zwei Räume für Musik- und Registerproben, einen Abstell- und Geräteraum und einen Musik- und Technikraum bieten.

Vielfältige Nutzungen im Erdgeschoss

Im Erdgeschoss soll ein großer Veranstaltungsraum, der unter anderem von den Landfrauen und der Krabbelgruppe genutzt werden soll, auch zur kommerziellen Nutzung einladen. Dort soll es möglich sein, Geburtstagsfeiern, Familienfeiern und Tagungen zu veranstalten, was an seine Ausstattung bestimmte Anforderungen stellt. Im Erdgeschoss befinden sich den Plänen zufolge auch eine Teeküche, ein Gemeinderaum, sanitäre Anlagen und ein Abstellraum.

Jugend und Pfarrgemeinde unterm Dach

Bleibt das Dachgeschoss, dessen zentraler Raum für die Nutzung durch die Jugend vorgesehen ist. Direkt angrenzend befindet sich zur freien Entfaltung ein Raum für die Pfarrgemeinde, die nach dem Verkauf des Pfarrhauses ein Schattendasein fristete. Räume für die Technik, Requisiten und ein Lager komplettieren das Dachgeschoss.

Optimismus bei allen Beteiligten

Bis die Innenplanungen bis ins letzte Detail abgeschlossen sind treffen sich die Vereine wohl noch einige Male. Beispielweise ist noch unklar, in wie weit sich im Jugendraum eine Theke oder Kühlschränke realisieren lassen. Doch alle Beteiligten sind guten Mutes und setzen sich mit voller Kraft für ein optimal eingerichtetes Vereinshaus ein.