Einen beeindruckenden blasmusikalischen Konzertabend erlebten die Zuhörer in der Festhalle Hüfingen, die sich mit dem Jubiläumskonzert des Verbandsjugendblasorchesters (VJBO) Schwarzwald-Baar einen exquisiten Hörgenuss gönnten. Drei Dirigenten in 20 Jahren Intensivförderung ausgezeichneter Nachwuchsmusiker entwickelten die Auftritte des VJBO zu einem Klangerlebnis.

In Hüfingen benötigte das VJBO nur wenige Takte, um das Publikum mit seiner Musik zu fesseln. Der aktuelle Dirigent Alexander Beer hatte eigens für das Konzert auf leidenschaftlich interpretierte spanisch-lateinamerikanische Stilelemente gesetzt und damit mitten ins Herz der Zuhörer getroffen. Dabei gab der inzwischen zum Profiklarinettist gereifte ehemalige VJBO-Musiker Benjamin Hummel im "Clarinet Concerto No.2" des spanischen Komponisten Oscar Navarro einen imposanten Eindruck der musikalischen Qualität, die ein VJBO-Musiker erzielen kann, der seine Zugehörigkeit im VJBO als Chance und Sprungbrett in seine weitere berufliche Zukunft ergriff. 20 Minuten begeisterte der heutige Profimusiker eines Orchesters in Nordrhein-Westfalen, dank der Unterstützung der in ihrer Gesamtheit harmonisch erklingenden Register des VJBO.
 

Das Verbandjugendorchester entzückt seine Zuhörer mit sinfonischer Blasmusik der Extraklasse.
Das Verbandjugendorchester entzückt seine Zuhörer mit sinfonischer Blasmusik der Extraklasse. | Bild: Rainer Bombardi

Der Spannungsbogen riss zu keinem Zeitpunkt ab und war ein Spiegelbild des Konzertes. Verbandsjugendleiterin Alexandra Götz lobte das Orchester, dem es immer wieder gelang, die Herzen der Blasmusikfans höherschlagen zu lassen. Das vor zwei Jahrzehnten gegründete Eliteorchester bezeichnete sie als eine günstige Gelegenheit, jungen Musikern in den wichtigsten Jahren ihrer Entwicklung eine Plattform zu bieten, ihr Können weiter zu entwickeln, neue Freundschaften zu knüpfen und eine neue Offenheit zur Blasmusik zu erlangen. Erfolgreiche internationale Wettbewerbsteilnahmen, großartige Konzerte und kurzweilige Ausflüge bezeichnete sie in einem optimistischen Rückblick als Meilensteine.
 

Die drei VJBO-Dirigenten Ingrid Fromm, Alexander Beer und Wolfgang Laufer (von links) gratulieren Starklarinettist Benjamin Hummel (2.v. rechts). Verbandsjugendleiterin Alexandra Götz (rechts beim Podium) und das Orchester spenden lautstark Beifall.
Die drei VJBO-Dirigenten Ingrid Fromm, Alexander Beer und Wolfgang Laufer (von links) gratulieren Starklarinettist Benjamin Hummel (2.v. rechts). Verbandsjugendleiterin Alexandra Götz (rechts beim Podium) und das Orchester spenden lautstark Beifall. | Bild: Rainer Bombardi

Der zweite Konzertteil bot den Zuhörern erneut die Chance, qualitativ hochwertige sinfonische Blasmusik zu erleben. Gründungsdirigentin Ingrid Fromm und ihr Nachfolger Wolfgang Laufer übernahmen für jeweils einen Teil noch einmal die Leitung des Jugendblasorchesters, das sich inzwischen mit einigen ehemaligen Mitgliedern verstärkt hatte. In der Auswahl ihrer Literatur setzten die beiden ehemaligen Dirigenten auf moderne englische Blasmusik des 20. Jahrhunderts.

Das Dirigat im Schlussteil war Alexander Beer vorbehalten, der mit einer musikalischen Mexiko-Reise und einem Pasodoble den Schwungbis zum Schlussakt fortsetzte. Verbandspräsident Henrich Glunz sprach von einer Sternstunde der sinfonischen Blasmusik und einem Sinnbild für die gesellschaftspolitische Leistung der Orchester und ihrer Jugendabteilungen.

Das Publikum belohnt den Auftritt des VJBO mit Standing Ovations.
Das Publikum belohnt den Auftritt des VJBO mit Standing Ovations. | Bild: Rainer Bombardi

Das Orchester

Das 1997 gegründete Verbandsjugendblasorchester hatte mit Ingrid Fromm, Wolfgang Laufer und Alexander Beer bislang drei Dirigenten. Gründer der ersten Stunde sind Verbandspräsident Heinrich Glunz und die heutige Jugendleiterin Alexandra Götz. Inzwischen gehören dem Verband 26 Jugendorchester der Mitgliedsvereine an.