Seifenkisten bauen als soziales Projekt, dies gab es gestern Nachmittag in der Wessenberg-Schule in der Familienhilfeeinrichtung Mariahof. Und das ganz besondere an dieser Aktion war es, dass in dem zeitlichen Limit von einem Nachmittag nicht nur sage und schreibe zehn bunte Seifenkisten entstanden sind, sondern dass diese anschließend für ein Rennen auf dem Gelände der Einrichtung mit 30 Kindern als Piloten an den Start gingen.

Möglich machte dieses Wunderwerk die Jochen Schweizer Corporate Solutions GmbH, die sich mit Projekten dieser Art befasst und als Vermittler zwischen Firmen und Einrichtungen fungiert. Sie will mit derartigen Veranstaltungen den Firmenmitarbeitern etwas Außergewöhnliches bieten und dabei auch andere Menschen davon profitieren lassen. In diesem Falle die Schüler von Mariahof. „Unser Ziel ist es, Gutes zu tun. Dabei holen wir Firmen mit ins Boot, die ungenannt bleiben wollen. Beide Gruppen können dabei voneinander profitieren und haben ihren Spaß dabei“, sagt Benjamin Mahler als verantwortlicher Organisator.

Ein ganzer Bus mit rund 70 Mitarbeitern fuhr um 13 Uhr in Mariahof vor und nach der Begrüßung und Einführung erfuhren diese erst jetzt von ihrer bevorstehenden Aufgabe. Die Überraschung war geglückt, denn auf die jungen Mitarbeiter warteten zehn gleiche Bausätze für Seifenkisten. In Teams aufgeteilt galt es nun, diese in rund zweieinhalb Stunden anhand einer Bauanleitung, wie man sie von Ikea-Regalen kennt, zusammenzufügen und fahrtüchtig zu machen. Denn anschließend sollten sie an den Start gehen für ein Rennen, bei dem nicht nur die tollste Seifenkiste bewertet wurde, sondern auch der schnellste Pilot und das schnellste Team.

Als Fahrer durften alle drei Schüler eines jeden Teams hintereinander in die Kiste steigen, die unter der Anleitung der Firmenmitarbeiter auch beim Bau mithalfen.

„Als Benjamin Mahler auf mich zukam, überlegten wir gemeinsam, was wir machen können und haben uns dann für die Seifenkisten entschieden, weil wir auch das Gelände für ein Rennen anbieten können“, sagt der Gesamtleiter von Mariahof, Klaus Landen, der sich von der Begeisterung seiner Schüler, aber auch von den Mitarbeitern in dem emsigen Gewusel im Eingangsbereich seiner Schule, anstecken ließ. „Wir haben alles gut vorbereitet, einen rund 300 Meter langen Parcours mit allen Sicherheitsmaßnahmen installiert und sogar das Rote Kreuz engagiert“, berichtet Landen.

Gute zwei Stunden lang wird fieberhaft und mit großem Eifer geschraubt, gebohrt, zusammengeleimt, und die Technik geprüft. Die Schüler dürfen die fahrbare Kiste nach ihren Vorstellungen anmalen, das Team benennen und eine Flagge dazu anfertigen. Schüler und Erwachsene fanden diese tolle Aktion gleichermaßen cool und waren dermaßen begeistert, dass sie sich wohl noch lange daran erinnern.