Die Herbstprobe der Freiwilligen Feuerwehr fand auf dem Werksgelände der FTHP Holzindustrie Fürst zu Fürstenberg GmbH statt. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Reinhold Engesser konnte sich von dem gelungenen Verlauf der Übung überzeugen. Diese fand im Bereich der Imprägnieranlage statt. Die Übungsannahme: In der Halle war ein Kessel wegen zu hohen Drucks explodiert. Die Folge war eine starke Rauchentwicklung in der Halle, ein Arbeiter wurde darin vermisst. Durch die starke Druckwelle geriet ein Holzstapel vor der Tür ins Rutschen, zwei Arbeiter wurden durch die umgefallenen Holzmasten unter diesen eingeklemmt. Ein Radladerfahrer, der an dieser Stelle im Einsatz war, stand unter Schock.

Die Aufgabe für die 44 Einsatzkräfte bestand in der Rettung der verletzten und vermissten Personen sowie in der Verhinderung eines Brandes in der Halle. Unterstützt wurden sie dabei von zwölf Mitgliedern der Werksfeuerwehr Fürstenberg Holz, die in Riegelstellung für einen Brandübergriff auf die angrenzende Halle sorgten. Ein Teil der Einsatzkräfte war damit beschäftigt mit technischer Hilfeleistung den Holzstapel zu sichern, untern denen sich die beiden eingeklemmten Personen befanden. Diese wurden anschließend befreit und in Sicherheit gebracht.

Der unter Schock stehende Radladerfahrer wurde ebenfalls aus dem Führerhaus geborgen. Während dessen drangen zwei Atemschutztrupps von der anderen Seite in das Gebäude ein und suchten die Halle nach dem vermissten Arbeiter ab, den sie bewusstlos vorfanden. Die Rauchentwicklung in der Halle wurde von mehreren Seiten mit Wasser bekämpft.

Einsatzleiter Jan-Philpp Bäurer sowie Zugführer Gerson Seger standen dabei mit ihren Männern vor einer schwierigen Herausforderung. Für das Löschwasser auf dem großflächigen Gelände stand nur ein städtischer Hydrant zur Verfügung. Der vorhandene Löschwasserteich war durch Reinigungs- und Instandhaltungsmaßnahmen leer.

Die Feuerwehr kann drei Mitglieder zum Hauptfeuerwehrmann ernennen. Stadtkommandant Jan Philipp Bäurer (von links) gratuliert Hubert Bolli, Jens Richter, und Jürgen Filipiak, daneben der stellvertretnede Stadtkommandant Gerson Seger und Gesamtkommandant Martin Weiß.
Die Feuerwehr kann drei Mitglieder zum Hauptfeuerwehrmann ernennen. Stadtkommandant Jan Philipp Bäurer (von links) gratuliert Hubert Bolli, Jens Richter, und Jürgen Filipiak, daneben der stellvertretnede Stadtkommandant Gerson Seger und Gesamtkommandant Martin Weiß.

Feuerwehr rettet in diesem Jahr neun Menschenleben

  • Das Fazit: Gesamtkommandant Martin Weiß sowie Einsatzleiter Jan-Philipp Bäurer und Zugführer Gerson Seger waren mit den Leistungen bei der Übung sehr zufrieden.
  • Die Einsätze: Die Einsatzabteilung der Feuerwehr Hüfingen besteht derzeit aus 60 Feuerwehrangehörigen und einer Altersmannschaft aus 18 Mitgliedern und zwei Ehrenmitgliedern. Zwölf Zugproben, eine Evakuierungsübung, verschiedene Maßnahmen für Brandschutz, Ausschuss- und Sondersitzungen sowie Fortbildungen, Lehrgänge und andere Aktivitäten füllten den Terminkalender. Hinzu kamen 35 Hilfeleistungseinsätze, 15 Brandeinsätze sowie vier sonstige Alarmierungen. Dabei konnten neun Menschen gerettet werden. Insgesamt war die Wehr 1178,11 Stunden im Einsatz.
  • Neue Atemschutzträger: Gesamtkommandant Martin Weiß, Stadtkommandant Jan Philipp Bäurer sowie dessen Stellvertreter Gerson Seger gratulierten Marc Maier zur Ausbildung Atemschutzträger.
  • Die Beförderungen: Zum Hauptfeuerwehrmann wurden Hubert Bolli, Jürgen Filipiak und Jens Richter ernannt.