Der Höhepunkt der Hüfinger Fasnet ist zweifellos am Montag, wenn der Umzug entlang der Hauptstraße etliche Narren an den Straßenrand, in die Festhalle und die Kneipen lockt. Doch der Umzug hat an Strahlkraft verloren und die sinkende Besucherzahl am Montagabend in der Stadthalle machte der Narrenzunft schon seit einigen Jahren Sorgen. Der Tiefpunkt war an der Fasnet 2016 erreicht.

Um die lebendige Hüfinger Fasnet, wie man sie von früher her kennt, nicht ganz aussterben zu lassen, hat sich ein Organisationsteam rund um die Narrenzunft nun ein Konzept ausgedacht, mit dem man den Montag wieder neu beleben möchte. Denn im vergangenen Jahr wollte die Narrenzunft die Halle ganz schließen, was aber für heftigen Protest bei den Gruppen und in der Bevölkerung sorgte. Man einigte sich darauf, die Halle nach dem Umzug zu öffnen. Am Abend sollten definitiv ab 17 Uhr die Lichter ausgehen.

"De Ball in de Hall", der in früheren Jahren für ausgelassene Stimmung in der brechend vollen Festhalle sorgte, war Vergangenheit. Zwar umgingen die Schließung der Halle absichtlich etliche Gruppen sowie Musiker und marschierten am frühen Abend dort ein. Mit ihrem spontanen Aufgebot zusammen mit der Narrenzunft sorgten sie für unbeschwerte und heitere Stimmung bis in den Abend hinein. Dennoch stand fest: Für die Zukunft des Fasnetmontag muss sich etwas ändern.

Ein Organisationsteam, bestehend aus Delegierten des Narrenrates, der Bärcheappeli, Siireschalm, Scheeremanne, Berghexen, Schächerkatzen, Altstadtteufel und Stadtmusik traf sich mehrere Male, das erste Mal bereits im April. Dabei wurden Ideen für ein neues Konzept zusammengetragen und besprochen, das dem Fasnetmontag wieder ein Hochglanzimage verleihen soll. Ein Aufruf, um ehrenamtliche Helfer für diesen Tag zu gewinnen, war mit 25 bis 30 positiven Rückmeldungen schon ein erster Erfolg. Man einigte sich darauf, einen bunten und sehenswerten Umzug mit vielen Gruppen auf die Beine zu stellen, um bereits am Straßenrand Begeisterung und gute Laune zu versprühen. Es wurden zahlreiche Gruppen aus der Region angeschrieben und eingeladen. Und auch hier ist die Resonanz unerwartet groß. Bisher haben sich 450 Hästräger in 21 Gruppen für den Umzug durch Hüfingen angemeldet, darunter mehr als zehn neue. In den letzten Jahren beteiligten sich gerade mal acht Gruppen am Schaulauf durch die Hauptstraße, der Umzug litt an Attraktivität. Die Festhalle wird bereits während des Umzugs geöffnet und bleibt es auch bis in die Nacht hinein. Neu ist auch ein großes Kaffee- und Kuchenbüfett, das unter der Regie von Miriam Täubl zusammengestellt wird. Und am Abend wird den großen und kleinen Gästen ein richtig tolles Essen serviert, das Helferteam macht's möglich. Das Musikprogramm für die ganze Familie startet bereits am späten Nachmittag. Mitwirkende sind die Stadtmusik, die Baaremer Schalmeien, die Guggenmusik Bergstadtfetzer aus St. Georgen und die Band Cobrass aus Bad Dürrheim. Der Eintritt ist frei.

Sie laufen mit

Bis jetzt haben sich für den großen Umzug am Montag folgende Teilnehmer angemeldet: Narrenzunft Hüfingen mit ihren Gruppen und der Stadtmusik, Altstadtteufel, Schächerkatzen, Baaremer Schalmeien, Riedhexen Allmendshofen, Narrenzunft Donaueschingen, Buschelewieber Weil, Wildsau-Alarm Donaueschingen, Buchbergtrolle Blumberg, Narrenzunft Immendingen, Wuhrhexen Allmendshofen, Schwenninger Flammenteufel, Villinger Schalmeien, Pelznikel Dittishausen, Fleck-Fleck Villingen, Narrengesellschaft Blumberg, Schellenberghexen Donaueschingen, Talheimer Lupfengoaschter, Wettizunft Behla, Rebberghexen Grüningen und Bergstadtfetzer St. Georgen.