Ein qualitativ hochwertiges, russisches Chaosorchester eröffnete den Ballabend. Dirigent – wie könnte es anders sein – war Matthias Mayer. Was die Musiker spielten, war allererste Sahne und in heiterer Form vorgetragen wohl noch anstrengender als im Original. Dem Publikum gefiel der Auftritt, bei dem die Musiker, hinter denen sich die Original Fürstenberger Musikanten verbargen, die Ouvertüre von Franz von Suppes „Richter und Bauer“ und Mary Hopkins „Those were the days“ zu Gehör brachten.

Vorsitzende Martin Limberger begrüßte das Narrenvolk, später war sie in diversen anderen Aufführungen selbst in Aktion. Unverwechselbar in seiner Moderation war Andreas Mayer der sich einmal mehr als Chamäleon wohlfühlte und in unterschiedlichsten Rollen die Programmpunkte ankündigte. Attraktionen gab es bei diesem bunten Abend zuhauf. So mischen traditionell die Narrenväter mit. Eine weibliche Truppe von Penner Singers begeisterte mit ihrem Gesang und das Damenballett entzückte mit laszivem Tanz. Die Fähigkeiten der Musikkapelle als Percussiongruppe lotete das Aufräumkommando aus, dem es gelang, dem Müll rhythmische Töne zu entlocken, die das Publikum zum Staunen brachten. Die Fliegerstaffel vom Männerballett beendete mit tänzerischer Akrobatik einen kurzweiligen Abend für das Fürstenberger Publikum.

Zwei Abende Saalfasnet, zweimal volles Bürgerhaus lautet die Bilanz der Fürstenberger Vereine, die sich ab dem nächsten Jahr über den Zuwachs der neu gegründeten Narrenzunft der Bergesel freuen. Dieses Jahr nahmen diese an der Saalfasnet noch als Publikum teil. Zu ihnen zählte auch Rosi Bäurer, die sich ein Herz fasste und als Bauarbeiter in die Bütt stieg. Der Narrenbaum des Jahres 2017 gehört nun Stephanie Burger, die in einem streng kontrollierten Losverfahren den Zuschlag für das lange Holz erhielt.