Etwa 28 Jahre alt ist die kleine Holzhütte beim Mundelfinger Tennisplatz. Die Tennis-Abteilung des SV Mundelfingen hat sie 1990 selbst gebaut, gemeinsam mit Unternehmen aus der Ortschaft, die den Verein unterstützt haben.

Mittlerweile ist das Gebäude in die Jahre gekommen, der Lack ist ab. Im Laufe der Zeit zeigen sich immer mehr Kleinigkeiten, die den Tennisspielern klar werden lassen: Es ist Zeit, dass sich hier etwas ändert. Das Dach ist undicht, in Sachen Isolierung ist der Bau nicht mehr auf dem neuesten Stand und im Winter ist er für die Tennisspieler kaum nutzbar. "Offiziell ist die Hütte als Wetterschutz deklariert", erklärt Dirk Sauter, Sportwart der Tennis-Abteilung. Es gibt ein kleines Lager und einen Aufenthaltsraum mit kleiner Küche.

Das soll sich schon bald ändern. Ein Neubau soll her, der auf ein etwa 60 Zentimeter höheres Bodenniveau gesetzt werden soll. Durch die Erhöhung ergebe sich eine besserer Blick auf die Spielfelder, die im momentanen Zustand nicht optimal einsehbar sind. Zudem wird der Zaun ein Stück weit abgetragen, direkt vor der Hütte etwa auf einen Meter Höhe. "Damit werden Sicht und Atmosphäre hier auf dem Platz besser", so der Sportwart. "In diesem Zusammenhang wir der Neubau als Sitz- und Gemeinschaftshütte attraktiver", erklärt Adelbert Gilly, Leiter der Mundelfinger Tennisabteilung. Außerdem benötige man inzwischen auch einfach mehr Lagerkapazitäten. Dafür ist an der neuen Hütte ein Anbau geplant, mit dem die Lagerfläche insgesamt verdoppelt wird.

Für das neue Gebäude rechnet die Abteilung mit Kosten zwischen 50 000 und 70 000 Euro. Einen Teil davon haben die Sportler bereits zusammengetragen: 20 000 Euro sind durch zahlreiche Spenden mittels Crowd-Funding zusammengekommen, dann gibt es noch eine Förderung von der Stadt und dem Badischen Sportbund. Von letzterem allerdings nicht auf den gesamten Neubau, sondern lediglich auf bestimmte Bereiche: "Für den Lageranbau und die Umzäunung gibt es Geld, nicht für den Gemeinschaftsraum", erklärt Gilly. Neben dem Geld auf dem Gitokonto des Vereins seien noch Aktionen für potenzielle Spender und Sponsoren angedacht. Und schließlich muss auch selbst tatkräftig mitangepackt werden. Dabei unterstützt dann der gesamte Sportverein, wie auch schon beim neu sanierten Clubheim. Hierbei gibt es, wie schon vor 28 Jahren, Unterstützung von örtlichen Unternehmen: "In Mundelfingen gibt es da ein sehr gutes Miteinander. Die Unternehmen haben auch schon bei der Planung geholfen", so Gilly.

Losgehen soll es so schnell wie möglich. Rund um die Hütte sind schon einige größere Hecken gestutzt und abgeholzt. "Konkreter Plan ist es, im Winter außen fertig zu sein. Die Hütte soll vor dem Winter stehen", so Sportwart Sauter. Der Innenausbau könne dann über die Wintermonate erledigt werden.

Einziges Problem, das den Eifer der Tennis-Abteilung derzeit noch einbremst: Die alte Hütte muss weg. Der Plan sieht es jedoch nicht vor, sie dem Erdboden gleich zu machen. Sie soll verschenkt werden. Einzige Bedingung: Sie muss selbst abgebaut und abgeholt werden. "Momentan haben wir ein paar Bewerber, aber keinen, der sie sich in den Garten stellen will", erklärt Gilly. Von der Größe her benötige eine Privatperson dafür wohl eine Baugenehmigung. "Theoretisch könnte man sie aber auch in zwei Teile trennen", sagt der Abteilungsleiter. Anders sieht das für Landwirte aus. Als Schopf oder Geräteschuppen käme die alte Tennishütte da durchaus infrage.

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