Kurz, knapp und sogar mit kindgerechten Erläuterungen: So eröffnete Michael Kollmeier am Donnerstag bei der Badruine den neuen Römischen Lehr- und Erlebnispfad. Sogar die Werbetrommel rührte der Bürgermeister vor seinem überwiegend sehr jungen Publikum. Denn 90 Kinder aus dem Kindergarten St. Verena samt 14 Erzieherinnen wollten das neue Tourismusmerkmal der Stadt gleich mal unter die Lupe nehmen. Die Kleinen mögen ihre Eltern doch bitte "jedes Wochenende" den Römerbad und Römerpfad vorschlagen: die Bewegung tue schließlich auch den Großen gut. Neugierig schauten die Kleinen dann zu, wie ihre Erzieherin Sabrina Moog das rote Band durchschnitt.

Der Dank des Bürgermeisters war zuvor an den Naturpark Südschwarzwald gegangen, der zu den Gesamtkosten in Höhe von 67 426 Euro einen Zuschuss in Höhe von 23 655 Euro beigesteuert hat. Georg Hirt und der Bauhof, die Forstverwaltung und der Grundstücksbesitzer Jürgen Schafbuch, der mit seinem Entgegenkommen den Standort einer Station ermöglichte, fanden in Kollmeiers Ausführungen ebenfalls Erwähnung.

Neben mehreren Gemeinderäten nahmen auch Roland und Tina Straub an der Eröffnung teil. Die beiden Grafikdesigner waren bei der grafischen und inhaltlichen Gestaltung der acht Hinweistafeln beteiligt.

Tina und Roland Straub sind für das grafische Konzept des Römerpfads zuständig und Quasi-Eltern des Maskottchens "Brigo".
Tina und Roland Straub sind für das grafische Konzept des Römerpfads zuständig und Quasi-Eltern des Maskottchens "Brigo". | Bild: Wursthorn, Jens

Jeweils ein großes Infoschild für Erwachsene und Jugendliche sowie ein kleines für Kindergartenkinder und Grundschüler bilden an den acht Stationen ein Ensemble. Bei diesen Erlebnis- und Mitmachstationen gehe es es immer um eine aktive Belebung, so Tina Straub. Lesen, Spielen, Hören, Fühlen und Staunen. So geht es auch mal darum, mit einem Hörrohr zu hören oder eine vergrabene Schatzinsel zu finden. Auch ein Waldxylophon und ein Memory gehören zum spanndenden Mobiliar auf dem Römerpfad, den exakt und ohne Pause zu begehen fast schade wäre. So birgt etwa eine Station bei der Baarblickhalle die Aufforderung, doch mit einem Abstecher der Villa Rustica einen Besuch abzustatten. Zu den Aktionszonen des drei Kilometer langen Weges sollen auch Spielfelder gehören, die aus einer Wiese am Römerbad gemäht werden.

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Auf einen kleinen Begleiter dürften sich die Kinder freuen. "Brigo" ist ein Römerjunge, der sich auf den Infotafeln wie auf den Wegweisern findet. Hüfingen-tauglich hat ihn Roland Straub gemacht. Die Ursprungs-Lizenz für den kleinen Legionär mit den großen Augen hat Straub im Internet erworben. Zwischenzeitlich hat er zeichnerisch Brigo noch einige Verbiegungen und Bewegungen beigebracht, mit denen er sich auf den Hinweistafeln präsentiert. Das pfiffige Kerlchen mit seinem Wiedererkennungswert gefalle dann auch Kindern, die noch nicht lesen können, meint das Grafikdesigner-Ehepaar, das mit seinem 2Büro für Gestaltung" Anfang des Jahres von Donaueschingen nach Hüfingen gezogen ist.