Die Stadt Hüfingen ist um zwei Kunstwerke reicher und besiegelte die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Partnerschaft mit dem französischen Ornans mit der Übernahme von zwei Kunstwerken des dort lebenden Künstlers Gustave Lafond.

Der für viele Stilrichtungen und in der Ausführung seiner Werke völlig freie Künstler hatte sich während dem zurückliegenden Stadtbächlefest bereit erklärt, eine Gips-Marmorbüste der Donaueschinger Harfenistin Celine Esterle anzufertigen, die ihm hierfür bereitwillig Modell stand. Gestern überreichte er die in den vergangenen Wochen in seinem Atelier verfeinerte und fertiggestellte Skulptur, die in Zukunft das Rathausinnere zieren wird.

Lafond erläuterte das Resultat seiner Arbeit als einen Versuch, sich von dem Modell wenige Stunden live unter Berücksichtigung der Umgebung und Personen inspirieren zu lassen. In seinem Atelier habe er von dieser Begegnung gezehrt und sei bestrebt gewesen, den lebendigen Ausdruck des Gesichts aus der leblosen Materie herauszuarbeiten. Das Trocknen des Gipses benötige Geduld, das Aufbringen der Lasur zur Verlängerung der Haltbarkeit sei eine Herausforderung gewesen. Zum Glück habe der heiße Sommer dafür gesorgt, dass die Skulptur rechtzeitig fertiggestellt werden konnte. Für die Modellierung der Augen wählte Lafond eine Technik aus der Renaissance, was die Ausdrucksstärke der Skulptur stärkte.

Der aus Ornans stammende Künstler Gustave Lafond (links) erheitert mit französischem Charme die Austellungsbesucher. Bilder: Rainer Bombardi
Der aus Ornans stammende Künstler Gustave Lafond (links) erheitert mit französischem Charme die Austellungsbesucher. Bilder: Rainer Bombardi

Zusätzlich zur Erinnerungsgabe der Büste erwarb die Stadtverwaltung eine Malerei von Lafond, die die Kunstsammlung im Rathaus bereichert und dort ab sofort besichtigt werden kann. In Erinnerung an die Bereitschaft, Modell zu stehen, überreichte Lafond eine weitere Büste als persönliches Geschenk an Celine Esterle. Dabei setzte er eine gröbere Technik ein und legte den Schwerpunkt darauf, das Modell mit ihrem Faible zur Musik in Verbindung zu bringen.

Er habe 100 Arbeitsstunden benötigt, der Büste von Celine Esterle ihren letzten Schliff zu geben, bemerkte Lafond der sich nicht schnell mit einem Kunstwerk zufriedengibt. "Wenn ich jetzt Celine sehe, könnte ich an meiner Skulptur schon wieder einiges optimieren."

Bürgermeisterstellvertreter Harald Weh bedankte sich bei Gustave Lafond. Seit dem Stadtbächlefest habe er gemeinsam mit der Hüfingerin Karin Seitz eine lebendige Partnerschaft zwischen den Städten auch auf dem Gebiet der Kunst beflügelt. "Die Büste und die Malerei werden im Rathaus einen würdigen Platz finden", sagte Weh.