Solidarisch und im Einklang mit der bundesweiten Aktion „Maria 2.0“ zeigten sich die Bräunlinger Pfarrgemeinderätinnen, die ganz in Weiß gekleidet an der aktuellen Sitzung aus der zweiten Reihe teilnahmen.

Gleichberechtigung gefordert

Den Mut aufzubringen, der andauernden Ungleichbehandlung der Frau innerhalb einer von Männer dominierten und geleiteten katholischen Kirche auf diese Weise Ausdruck zu verleihen, belohnte Gemeindereferent Harald Frey mit jeweils einer Rose, die alle Frauen im Ratsteam erhielten. Erste Anmerkungen gab es zu dem in der vorherigen Sitzung ausgeteilten Visitationsbericht, der den Verantwortlichen der Seelsorgeeinheit auf Basis einer Selbstbewertung und Analyse durch das Dekanat die Möglichkeit gibt, sich regelmäßig zu verbessern. Ratsmitglied Norbert Braeuer bezeichnete das Schriftstück als einen „zielführenden Bericht, der zum Handeln auffordert“.

Mitentscheiden ist schwer

Im Hinblick auf die bevorstehenden Neuwahlen im Jahr 2020 halte er er ein verkleinertes Gremium für effizienter. Wenig erfreut über diesen im Visitationsbericht geäußerten Vorschlag war Andrea Rösch. „In den letzten viereinhalb Jahren haben wir bestens zusammengefunden, da Vertreter aller Gemeinden dem Pfarrgemeinderat angehören. Fürstenberg stellte damals auf eigenen Wunsch keine Pfarrgemeinderäte und wir sehen, wie schwer es ist, für die dortige Gemeinde mitzuentscheiden.“

Keine Zeit für Warteschleifen

Vieles spreche dafür, sich rasch mit der zukünftigen Gebäudekonzeption zu beschäftigen. Entgegen dem Bericht habe man keine Zeit, finanziell aufwändige Sanierungen vor sich herzuschieben. „Hinsichtlich der Größe der Seelsorgeeinheit fehlen die Kapazitäten, auf Dauer jede Gemeinde gleich zu behandeln.“

Aufwand und Ertrag müssen stimmen

Regina Bürer schlug vor, sich von der Sanierung von Gebäuden zu verabschieden, die danach leer stehen. Dass Aufwand und Ertrag übereinstimmen sollten, kam auch bei der Diskussion um die Bewerkstelligung der Erstkommunionvorbereitung hervor. Für die kommenden zwei Jahre sind jeweils vier Erstkommunionsfeiern fixiert. Gemeindereferent Harald Frey erinnerte daran, dass Kinder zwischen der zweiten und vierten Schulklasse die Möglichkeit haben, die Erstkommunion zu empfangen. Zudem gibt es die Variante, dass die Kinder im dritten Schuljahr ihre Kommunion feiern, die nötigenfalls innerhalb der Seelsorgeeinheit einen Ortswechsel in Kauf nehmen.

Seelenämter nur noch in der Remigiuskirche

In Bräunlingen finden die Bestattungen und Seelenämter, unabhängig ob sie als Eucharistie oder Trauerfeier gewünscht sind, nur noch in der Remigiuskirche statt. Über Ausnahmen entscheidet das Gemeindeteam. Vor Änderungen steht wohl auch die katholische öffentliche Bücherei Hüfingen, die sich aktuell im Pfarrhaus befindet.

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