Hüfingen – Gärtnern macht Spaß. Man ist an der frischen Luft und kann eigenes Bio-Gemüse anbauen, ernten und natürlich essen. Das möchte auch das Hüfinger Jugendhausteam um ihren Referenten Sasa Hustic so halten.

"Auf die Idee sind einige von unserem Jugendhausteam gekommen, weil sie öfter zusammen gekocht haben und dies möglichst mit Bio-Gemüse, um der Fair-Trade-Stadt Hüfingen gerecht zu werden. Dazu mussten sie allerdings tiefer in den Geldbeutel greifen als gedacht. Daraus ist die Idee entstanden, das entsprechende Gemüse und die Kräuter selbst anzubauen", berichtet Sasa Hustic, der diesem Projekt sogleich positiv gegenüberstand.

Jetzt nach der Winterpause geht es darum, den Bedarfs- und Finanzplan zu erstellen, um möglichst kostengünstig das kleine Wiesengrundstück in ein fruchtbares Gemüsebeet zu verwandeln. Und ein kleines Häuschen für die Gartengeräte und als Regenschutz beim Gärtnern gehört natürlich auch dazu.

Glück hatten sie, dass der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Hüfingen, Reinhard Isak, sich auf Anfrage sofort bereit erklärte, den Jugendlichen bei der Planung zu helfen. Bei einem gemeinsamen Besuch in einem Baumarkt wurden die nötigen Informationen und Preise notiert und eine Bedarfsliste erstellt. Wenn es dann grünes Licht aus dem Rathaus gibt, können als erste Schritte der Boden bearbeitet und ein Zaun um das kleine Grundstück errichtet werden. Dann soll die Hütte im Eigenbau aufgestellt werden.

Zur ersten Ernte wird es wohl in diesem Jahr nicht reichen, doch schon der Gedanke, hier selbstverantwortlich das Projekt aufzubauen und zu pflegen, spornt die Jugendlichen an. Es wurde sogar ein Schrebergartenteam gegründet, das sich um die Pflege des Gartens kümmern soll.

Und was wollen sie dann später anbauen? "Tomaten stehen hoch im Kurs bei den Jugendlichen, doch auch Kartoffeln, Salat, Zucchini und Kräuter sollen einmal hier sprießen. Und die Mädchen wollen natürlich auch die eine oder andere Blume hier wachsen sehen", sagt Sasa Hustic.

Der Schrebergarten

Die Anfrage des Hüfinger Jugendhausteams für einen Schrebergarten wurde im vergangenen Jahr noch an den damaligen Bürgermeister Anton Knapp herangetragen. Marlies Mittner vom Rathaus und Georg Hirt vom Bauhof haben dann tatsächlich noch eine freie Parzelle bei der Gartenanlage an der Breg hinter dem Wohnmobilparkplatz gefunden und konnten sie den Jugendlichen zuweisen. Darüber herrschte natürlich große Freude, denn auf dem zwölf mal acht Meter großen freien Gelände, wollen sie nun ihren eigenen Garten anlegen. (gal)