Schnee, Tauwetter, Regen und die Welt versinkt im Matsch. Zumindest dort, wo kein asphaltierter Untergrund das Einsinken verhindert. Ziemlich übel sieht es derzeit auf den Wirtschaftwegen zwischen dem Zubringer Allmendshofen und dem Wohngebiet Auf Hohen aus. Zentimeterhoch steht dort das Erdreich über der Fahrfläche, kein Durchkommen für Spaziergänger, keines für Radfahrer. Ein ärgerlicher Zustand, den der Hüfinger Manfred Weh gemängelt. Er fährt mit seinem Pedelec ab und zu mal in diesem Bereich und wundert sich vor allem, warum die ausführende Baufirma zwar im Spätherbst hier mit Sanierungarbeiten begonnen habe, doch diese Arbeiten nun seit Wochen zum Stillstand gekommen seien.

Bundesstraße erhält eine Doppelfahrbahn

Der beklagte Zustand hängt mit dem Ausbauprojekt Bundesstraße 27 zusammen. Derzeit wird zwischen der Ausfahrt Donaueschingen-Allmendshofen und dem Abzweig B 31 eine neue Doppelfahrbahn angelegt. Sie muss laut Vertrag Ende Mai fertig sein. In diesem Zeitraum steht auch die Sanierung von Wirtschaftswegen an, sagte unlängst Projektleiter Hartmut Trenz. Diese Sanierung steht auch deshalb an, weil durch die Verbreiterung der Bundesstraße ein bestehender Weg überbaut wurde.

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Die Bedeutung des Wegebaus kann Christof Faller einschätzen. Der Hüfinger Landwirt wird zum Anlieger eines eines geplanten überörtlichen Wirtschaftsweges. Dieser führt aus der Schaffhauser Straße zunächst unter der und dann über die B 31 in Richtung Riedsee und wird relativ diagonal in Richtung Zubringer Allmendshofen fortgesetzt. Diese Verbindung entspricht den Wünschen der Landwirtschaft. Denn es sei keineswegs sicher, dass Ackerschlepper künftig auf der zweispurigen B 27 fahren dürfen, sagt Faller. Denn die Inhalte im Planfeststellungsbeschluss passten keineswegs zu mündlichen Aussagen, wie er sie bei Terminen beim Regierungspräsidium gehört habe.

„Eigentlich hat dort niemand zu fahren“, geht Faller auf das gemeldete Ärgernis ein. Nach seinen Beobachtungen habe die auch beim B 27-Ausbau eingesetzte Firma die Oberflächen im Herbst abgefräst und wollte zumindest einen neuen Unterbau einsetzen. „Da kam eben das Wetter dazwischen“, sieht es Faller nicht tragisch. „Wenn die Böden nicht gefroren sind, fahren wir gegegenwärtig außen herum.“ Anfang März soll nach der Winterpause der B 27-Ausbau weitergehen. Und damit auch die Arbeit an den Wirtschaftswegen.

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