Es dauert nur noch wenige Monate, bis sich die Fertigstellung der B 27-Umgebung verkehrsentlastend für das Dorf Behla auswirken dürfte. Doch bereits vor Jahren erkannte der Ortschaftsrat, dass eine Verkehrsentlastung mit einer Neugestaltung des Dorfbildes einhergehen müsse. Zudem ergab sich mit dem Abriss des ehemaligen Sauter-Hauses erstmals die Chance, rund um das Rathaus mit der Ausgestaltung eines Dorfmittelpunktes zu beginnen.

Der Zufall wollte es, dass der Bau der Umgehung mit einem anhaltenden Aufschwung der Feuerwehr Behla und der Absicht der Verwaltung zusammenfiel, ein neues leistungsoptimiertes, gesamtstädtisches Feuerwehrkonzept zu erstellen. Aufgrund der bestehenden engen Zusammenarbeit zwischen den Wehren aus Behla und der Stadt einigte sich die Verwaltung mit dem Gemeinderat rasch auf eine Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Behla. Die leistungsstarke und personell deutlich gewachsene Wehr ist baulich, fahrzeug- und ausrüstungstechnisch längst an die Kapazitätsgrenzen angekommen. Folglich beschloss der Gemeinderat, ein mittleres Feuerwehrfahrzeuges mit einem Wassertank von 1000 Litern zu kaufen, aber auch einen Anbau an das bestehende Gebäude im Parterre des Rathauses in Angriff zu nehmen. Fahrzeug und neues Feuerwehrgerätehaus sollen spätestens ab Anfang 2019 nutzbar sein.

"Aktuell entsteht der Anbau, dessen Fertigstellung für uns so etwas wie eine Initialzündung für die weitere Gestaltung des neuen Dorfmittelpunktes darstellt", sagt Ortsvorsteher Uwe Schnekenburger. Er ist stolz auf eine Wehr, die sich das neue Feuerwehrfahrzeug dank ihres Engagements redlich verdiene. "

Die Dimensionen des erweiterten Feuerwehrgerätehauses sind auf das neue Tanklöschfahrzeug abgestimmt.
Die Dimensionen des erweiterten Feuerwehrgerätehauses sind auf das neue Tanklöschfahrzeug abgestimmt.

Da das neue Feuerwehrfahrzeug die Dimensionen des Feuerwehrgerätehauses im Rathaus sprengt, hatte sich der Gemeinderat für einen einfachen Anbau senkrecht zur heutigen Bundesstraße zu Kosten in Höhe von 179 000 Euro entschlossen. Dadurch habe sicih auch die Möglichkeit eröffnet, on Zukunft wieder gesetzeskonform zu agieren. Das alte Fahrzeug wird verkauft und das heutige Domizil umgebaut. Die bislang notbehelfsmäßig eingerichtete Spindwand wird komplett neugestaltet. Hinzu kommt der Einbau sanitärer Anlagen, insbesondere eines Duschbereichs.

"Die Fertigstellung des Anbaus an das Feuerwehrgerätehaus ist auf November 2018 terminiert," bemerkt Bauleiter Bernhard Streit zu einem bislang problemlosen Bauablauf. Er wird Richtung Osten und Richtung Westen mit zwei Rolltoren ausgestattet, sodass für das neue Fahrzeug eine direkte Zu- und Abfahrt möglich ist. Das Gebäude wird im Winter mit Gas-Deckenstrahlern soweit beheizt, dass keine Frostgefahr besteht. Zwischen bestehendem Gerätehaus und Anbau gibt es einen direkten Zugang. "Für den Probe und Notfall sind alle Prozesse logistisch optimiert, um noch schneller vor Ort sein zu können", so Streit weiter.