Schmid rückte die aktuelle Bauplatzsituation in den Vordergrund, die in Folge der nahezu vollständigen innerörtlichen Bebauung mit drei freien Bauplätzen in Richtung Hondingen die Erschließung von 29 neuen Bauplätzen vorsieht. Als Meilenstein innerörtlicher Entwicklung bezeichnete er zudem den bevorstehenden Bau des Vereinsheims, der von den Fördergeldern aus dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) abhängt. Eine prognostizierte Kostenhöhe von 520 000 Euro macht den Hauptanteil der 754 000 Euro aus, welche die Verwaltung für die Entwicklung des Ortes für das kommende Jahr freigab. 200 000 Euro sieht der Gemeinderat für die Erschließung des Neubaugebietes vor.

Die Einrichtung eines neuen Platzes für die Glascontainer, eine Straßenlampe zwischen Zähringer- und Helgstraße, die Sanierung des Dorfbrunnens oder die Wegesanierung der Hitzigass auf einer Länge von 150 Metern seien 2017 vorgesehen. Im Aufwärtstrend befinde sich auch die Feuerwehr im Ort, weshalb für das Jahr 2018 Hoffnung auf ein neues Feuerwehrauto bestünde. Das Bürgerhaus erhalte eine neue Steuerung der Heizung. Zudem werde aktuell überprüft, das Wasser der Schächerquelle so vorzubehandeln, dass eine Einspeisung ins städtische Trinkwassernetz möglich ist.

Im Vorjahr gelang es, von den Gemeinderäten eine Bestandsgarantie für den Kindergarten zu erhalten, solange dieser die Mindestkinderzahl von zwölf angemeldeten Kindern aufweist. Die Gedenken zum 175. Jahrestag des Brandes auf dem Fürstenberg, die problemlose Integration der beiden neuen Ortschaftsräte Markus Rekla und Andreas Bäurer in das politische Ortsgeschehen in Verbindung mit dem Wechsel auf Ortsvorsteher Bernhard Schmid waren weitere Aktivitäten. Neuer Hallenwart ist seit dem 1. Oktober Siegfried Tritschler, der auf Metin Egin folgte. Die Vereine waren einer der gesellschaftlichen Eckpfeiler und eine Verkehrsschau führt zum endgültigen Verzicht auf eine rechts-vor-links Regelung im Ort. Zugenommen haben die Verschmutzungen auf dem Berg, weshalb die Räte über das Aufstellen einer Toilette beraten.

Bürgermeister Michael Kollmeier hob in seinen Ausführungen die wichtigsten Herausforderungen für Fürstenberg im bevorstehenden Jahr hervor. Zu ihnen zählte er den Ausbau des Glasfasernetzes, der allen Fürstenbergern die Möglichkeit eines Internetzugangs auf modernstem Niveau ermöglichen soll. Der Schultes sicherte zu, sich so lange wie möglich für den Erhalt des Kindergartens einzusetzen. Und er appellierte, die Infoveranstaltung zum geplanten Neubaugebiet zu nutzen und dankte für das Verständnis, dass die Fürstenberger für den Bau der Windkraftanalgen aufbrächten. Kollmeier wies darauf hin, dass der Ertrag aus den Windkraftanlangen nicht nur in ökonomischer, sondern auch in ökologischer Sicht einen Gewinn darstelle.

Zahlen und Fakten

Zum 31. November 2016 zählte Fürstenberg 458 Einwohner. Im Vorjahr kamen auf drei Geburten vier Sterbefälle. Das Bürgerhaus war zwölfmal vermietet, die Feuerwehr dreimal im Einsatz. Die Einnahmen aus der Kriegsgräberfürsorge lagen bei 337 Euro. Der Bau eines Vereinsheimes 2017 soll die prekäre Raumsituation der Vereinsräume entspannen. (bom)