Arbeiter sind am Freitagvormittag damit beschäftigt, die letzten Absperrungen und Straßenschilder von der B 27 zu räumen. Das geschieht aus einem positiven Anlass: Die abermalige Sperrung der B27-Umfahrung ist aufgehoben. Bereits am Mittwoch ist es den Arbeitern gelungen, ihren Auftrag zu beenden.

Verschiedene Zeitpläne im Spiel

Das Regierungspräsidium habe für die zweite Sperrung mit unterschiedlichen Zeitplänen gearbeitet: „Der eine reichte bis zum 7. Juni, der andere bis Ende Mai. Den konnten wir schließlich in die Tat umsetzen“, sagt Michael Waidele, Projektleiter der großen Umfahrung bei Behla. Zum Schluss hin habe man Probleme mit dem Wetter gehabt, es regnete zu stark. Es ging darum, noch die Fahrbahnmarkierung aufzubringen: „Wir haben jede trockene Minute gearbeitet und haben es schließlich geschafft, am Mittwoch damit fertig zu sein“, so Waidele. Was auch gemacht ist: die Fahrbahndecke im südlichen Abschnitt ist neu, die Entwässerung ist gerichtet und die Schutzplanken sind angebracht.

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Ist das Projekt damit jetzt abgeschlossen?

„Was die Umgehung betrifft, sind wir zu hundert Prozent fertig. Jetzt kommen noch Arbeiten, die meist niemand wahrnimmt“, erklärt der Projektleiter. Dazu zählen weitere Arbeiten am Dammfuß, Mulden müssen gerichtet und Asphaltflächen ausgebaut werden. Vor allem der Zustand in Behla werde jetzt noch angepasst. „Damit wollen wir etwa die Flächen an der Kreisstraße von Hausen vor Wald und in Richtung Sumpfohren in den Endzustand versetzen.“ Außerdem sollen die Wirtschaftswege gerichtet und die provisorischen Schilder abgebaut werden. Rückgebaut werden müsse auch noch das alte B 27-Stück. Dauern soll das etwa ein bis zwei Monate, je nach Witterung. „Auch hier sind wir von der Witterung abhängig“, so Waidele. Er ergänzt: „Es gibt noch sehr viele Humusarbeiten zu erledigen. Wenn es da regnet, müssen wir erst wieder ein bis drei Tage warten, bis wir weitermachen können.“ Wo jetzt der große Druck hinsichtlich der Fertigstellung draußen sei, werde man Stück für Stück durch Behla arbeiten.

Was noch zu tun ist: Innerhalb Behlas befinden sich noch große Erdhäufen, die im Züge der Abschlussarbeiten noch beseitigt werden sollen.
Was noch zu tun ist: Innerhalb Behlas befinden sich noch große Erdhäufen, die im Züge der Abschlussarbeiten noch beseitigt werden sollen. | Bild: Simon, Guy

Projekt ist ein Erfolg

Mit dem Verlauf der Arbeiten an der Umfahrung ist Michael Waidele insgesamt sehr zufrieden: „Es ist ein großer Erfolg. Allein die Verkehrsfreigabe nach der ersten Sperrung vor Weihnachten war ein hoch gestecktes Ziel, das erreicht werden konnte. Bei der zweiten konnten wir nicht so früh anfangen, den späten Start allerdings wieder ausgleichen. Unser Ziel war es immer, am 29.Mai fertig zu sein. Das haben wir geschafft.“ Insofern spreche man von einem vollen Erfolg, das Projekt habe man wie geplant durchgebracht.

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Sperrungen notwendig

Die zwei großen Eingriffe in den Verkehr in Form der Sperrungen seien dafür notwendig gewesen: „So etwas sorgt natürlich für ein paar Unannehmlichkeiten. Wenn rund 17 000 Fahrzeuge pro Tag auf eine Ausweichroute müssen, dann schluckt das Straßenverkehrsnetz so etwas nicht einfach“, sagt Waidele. „Die Umleitung war schon eine Hausnummer.“ Es habe dort zwar keine Staus gegeben, aber die Strecke über Geisingen sei einfach der längere Weg. „Ich denke die Leute sind froh darüber, dass der alte Weg wieder frei ist.“

Die Fahrbahndecke der B 27 bis zur Abfahrt nach Fürstenberg ist wieder auf Vordermann gebracht. Der südliche Straßenabschnitt musste bei der zweiten Sperrung gerichtet werden.
Die Fahrbahndecke der B 27 bis zur Abfahrt nach Fürstenberg ist wieder auf Vordermann gebracht. Der südliche Straßenabschnitt musste bei der zweiten Sperrung gerichtet werden. | Bild: Simon, Guy

Die zweite Sperrung dauerte von Montag, 29. April, bis Mittwoch, 29. Mai. In deren Rahmen galt es, zwei große Abschnitte umzusetzen. Im südlichen Bereich musste die Straße wieder gerichtet werden. Sie war Ende vergangenen Jahres asphaltiert worden. Da es zu diesem Zeitpunkt aber bereits viel geregnet hatte und kälter geworden ist, bemerkte man schließlich kleinere Unebenheiten, die noch ausgeglichen werden mussten.

Große Aufgabe war dieses Mal jedoch der mehrere hundert Meter lange Straßenabschnitt von der neuen B 27 bis in Richtung der Abfahrt nach Fürstenberg. Aufgrund unterschiedlicher Neigungswinkel von alter und neuer Kurve, galt es dort, die Fahrbahn zu erneuern und den Begebenheiten anzupassen. Die Querneigung musste gerichtet werden, da die Höhenunterschiede in der Straße sonst zu groß ausfallen würden Die Höhenänderung mache dabei teilweise 70 Zentimeter aus und rund 800 Meter wurden weggefräst und anschließend komplett neu eingebaut.