Die Bundesstraßen-Umfahrung bei Behla gewinnt so langsam an Form. Die unfertige Straße zieht sich bereits erkennbar durch das Grün neben der Ortschaft. Nun ist eine Baustelle meistens keine besonders schöne Angelegenheit – zumindest in optischer Hinsicht und wenn man kein passionierter Fachmann ist.

Das soll sich natürlich in Zukunft ändern, in Behla soll keine kahle wüste zurückbleiben, sind die Arbeiten einmal beendet, wie Michael Waidele erklärt. Er für das Regierungspräsisium als Projektleiter für den neuen Abschnitt der B 27 zuständig. Neben den Planungen für Straßen- und Brückenkonstruktion, sind auch Ökologen aktiv ins Projekt miteingebunden. Sie analysieren die Umgebung, suchen nach notwendigen Ausgleichsmaßnahmen, mit denen Ökopunkte generiert werden können.

Dazu sind neben der Hangbepflanzung auch rund 100 Bäume geplant, die dort eingepflanzt werden sollen. "Ökologisch wie optisch wird das Gelände nachher nicht schlechter dastehen" ist sich Waidele sicher. Einen Beitrag dazu leisten auch die Hüfinger.

Bürgermeister Michael Kollmeier sei an Waidele herangetreten und habe sich erkundigt, ob einige der brachen Flächen rund um die Auffahrt, den planfreien Knoten bepflanzt werde dürften. Dabei geht es vor allem um Blumen, die für den prächtigen Fronleichnamsteppich genutzt werden sollen: "Wir unterstützen Städte und ihre Traditionen natürlich", sagt Waidele.

Und so werden neben der neuen Straße auch zahlreiche Margeriten gepflanzt, die dann an Fronleichnam ihr Farbspiel dem Teppich schenken. "Es ist natürlich etwas schade, wenn gerade in der Blütezeit die schönen Blumen dort wegkommen", sagt der Projektleiter. Er ergänzt: "Wir werden daher auch noch anderes pflanzen, dass es auch noch schön blüht, wenn die Margeriten weg sind."

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