Fast exakt vor 25 Jahren wurde nach langem Ringen das Hüfinger Stadtmuseum für Kunst und Geschichte mit einem Festakt von Friedemann Maurer von der Kunststiftung Hohenkarpfen eröffnet. Doch schon Jahre bevor diese schwierige Geburt eines Ortes für die Kunst eine neue Ära in Hüfingen einläutete, haben sich damals viele Menschen für diesen kulturellen Treffpunkt eingesetzt und darum gerungen. "Ohne das Engagement von Eva von Lintig sowie der Gründung eines Förderkreises und viele ehrenamtliche Helfer hätten wir das Projekt Stadtmuseum damals nicht umsetzen können", führte Altbürgermeister Anton Knapp in seiner Rede aus.

Mit dem Konzept einer Dauerausstellung mit wertvollen Exponaten aus der Ur- und Frühgeschichte Hüfingens, einer weiteren Dauerausstellung aus der Blütezeit des Hüfinger Künstlerkreises sowie wechselnden Ausstellungen verschiedener Künstler bis zur Moderne ist dieses Konzept gelungen. Die durchweg positive Resonanz der Gäste, die zu den insgesamt 103 Ausstellungen seit der Eröffnung ins Museum kamen, bestätigt dies.

"Die Ausstellungen waren von der ersten Stunde an von einem hohem und erstklassigen Niveau geprägt und sind es bis heute", hob der Vorsitzende des Förderkreises Stadtmuseum, Joachim Seidel, hervor und meint damit auch den Reichtum an Werken, welchen die Künstler des damaligen Hüfinger Künstlerkreises hinterlassen haben. Das Archiv ist davon prall gefüllt. Den vielen ehrenamtlichen Helfern ist es zu verdanken, dass hier kontinuierlich gute Arbeit geleistet wird.

Dass das Museum aber nicht nur inhaltlich mit hochwertigen Kunstgenüssen gefüllt ist, sondern auch bei der Sanierung des geschichtsträchtigen Gebäudes architektonisches Fingerspitzengefühl angewandt wurde, dafür sorgte Architekt Hermann Sumser. Mit seinen stimmigen Plänen schuf er das dauerhafte Kleinod, für dessen Entstehung sich seine Schwester Eva von Lintig vehement einsetzte.

Bürgermeister Kollmeier zeigte sich beeindruckt, über das Projekt, das sich überregional einen Namen gemacht hat. "Hier ist auch eine Plattform für die Arbeiten junger Künstler entstanden. Ariane Faller-Budasz hat ein feines Händchen, welches dem Museum gut tut", lobte Kollmeier denn auch die Kuratorin.


Buch und Ausstellung

Bei der Feier wurde das Buch " Stadtmuseum Hüfingen – ein Kleinod auf der Baar vorgestellt. Mit seiner Ausstellung "Weggefährten" wird an den 200. Geburtstag der beiden Hüfinger Künstler Lucian Reich der Jüngere und Johann Nepomuk Heinemann erinnert. Die Ausstellung ist jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen (bis 30. April)