In den kommenden Jahren bewegt sich Hüfingens höchstgelegener Ortsteil Fürstenberg in Riesenschritten einer erfolgreichen Zukunft entgegen. Davon konnten sich in der erstmals von Ortsvorsteher Werner Bäurer geleiteten Ersten Gmond über 100 Zuhörer überzeugen. Das budgetierte Investitionsvolumen beträgt für das kommende Jahr 3,062 Millionen Euro, die in erheblichem Maß zu einer Steigerung der Attraktivität Fürstenbergs führen sollen.

Einen Grundstein für eine erfolgreiche Entwicklung legten die Ortschaftsräte mit ihrem einstimmigen Votum für einen Aufstellungsbeschluss des Neubaugebiets Hondinger Straße ein, mit dem sie der Bebauung grünes Licht gaben.

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Planungsingenieur Rainer Christ vom Bit-Ingenieurbüro präsentierte erste Details des nach Westen ausgerichteten und zwischen Heinrich von Fürstenberg und Brunnenstraße gelegenen Neubaugebiets. Eine Fläche von 30 100 Quadratmetern beinhaltet rund zwei Hektar Nettobauland, 6000 Quadratmeter Grünfläche und 3100 Quadratmeter öffentliche Flächen wie beispielsweise für Zufahrtstraße, Fußweg oder Entwässerung.

Vorgesehen ist die Erschließung von 38 Baugrundstücken in einer Durchschnittsgröße von rund 525 Quadratmetern. Die Bauweise sieht maximal zwei Vollgeschosse vor. Nach Abschluss der Planungsarbeiten im November ist mit dem Baubeginn der Erschließung im Frühjahr 2021 vorgesehen.

Nach der Zusage von Fördermitteln aus dem ELR-Programm ist die Investition von einer weiteren Million Euro für den Bau eines Vereinsgemeinschaftshauses vorgesehen. Es wird in Nachbarschaft zum Bürgerhaus nach den neuesten technischen und baulichen Erkenntnissen wie beispielsweise hinsichtlich Lärmschutz oder Abstand zu den Nachbargrundtücken, gebaut.

Susanne Bäurer sammelt seit über einem Jahrzehnt in Fürstenberg Spenden für die Volksgräberfürsorge. in diesem Jahr sind auf diese Weise 359,50 Euro zusammen gekommen. Dafür hat sie ein Präsent der Ortsverwaltung erhalten.
Susanne Bäurer sammelt seit über einem Jahrzehnt in Fürstenberg Spenden für die Volksgräberfürsorge. in diesem Jahr sind auf diese Weise 359,50 Euro zusammen gekommen. Dafür hat sie ein Präsent der Ortsverwaltung erhalten.

Das Vereinsgemeinschaftshaus als Tagungssstätte und Ort für Vereinsaktivitäten bietet auf drei Etagen örtlichen Vereinen, dem Jugendteam aber auch der Kirchengemeinde oder dem Ortschaftsrat die Chance, ihr Vereinsleben in optimalem Umfeld zu gestalten.

Insbesondere die Musikkapelle findet darin im Untergeschoss optimale Probebedingungen und ausreichend Raum. Die Bauzeit für das neue Vereinshaus beträgt maximal 15 Monate. In diesem Frühjahr erfolgt der Spatenstich.

„Es wäre fast traumhaft schön, wenn das Vereinshaus zum 100. Geburtstag der Musikkapelle im kommenden Jahr fertiggestellt ist“, strahlte Ortsvorsteher Bäurer Optimismus aus.

Vorsitzende Melanie Vollmer nutzt die Erste Gmond, um für das Jubiläumsfest 100 Jahre Musikapelle Fürstenberg im Jahr 2021 zu werben.
Vorsitzende Melanie Vollmer nutzt die Erste Gmond, um für das Jubiläumsfest 100 Jahre Musikapelle Fürstenberg im Jahr 2021 zu werben.

Als weitere Maßnahmen sind in Fürstenberg im laufenden Jahr die Sanierung der Straße nach Sumpfohren, die Herstellung des Banketts entlang der Neudinger Straße oder Ausbesserungsarbeiten in der Bürgerhalle vorgesehen.

Appell gegen den Windpark

Ortschaftsrat Volker Gut vermochte die Euphorie im Ortschaftsrat nicht ganz zu teilen. Er legte noch einmal ausführlich die bisherige Historie bis zu dem im Dezember 2019 verhängten Baustopp des geplanten Windparks auf der Länge und dem Rodungsverbot für den Windpark Blumberg dar. Er appellierte, alles daran zu setzen, um den Windpark zu vermeiden.

Bürgermeister Michael Kollmeier (rechts) ehrt den erstmals in einer „Ersten Gmond“ als Sitzungsleiter agierenden Ortsvorsteher Werner Bäurer für 15 Jahre Zugehörigkeit zum Ortschaftsrat.
Bürgermeister Michael Kollmeier (rechts) ehrt den erstmals in einer „Ersten Gmond“ als Sitzungsleiter agierenden Ortsvorsteher Werner Bäurer für 15 Jahre Zugehörigkeit zum Ortschaftsrat.

Bürgermeister Michael Kollmeier bekannte sich klar zu dem von Gemeinderat getroffenen Beschluss von 149 Euro pro Quadratmeter Bauland im Mundelfinger Baugebiet Breiten II. „Es ist viel wichtiger, dass es überhaupt Bauplätze gibt, als um die verhältnismäßig kleinen Differenzen der Bauplatzpreise zu feilschen“, erinnerte Kollmeier daran, dass der Wunsch der Mundelfinger nach größeren Bauplätzen als beispielsweise in Fürstenberg finanziell deutlich stärker ins Gewicht fällt.

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Zudem erinnerte Kollmeier daran, dass es nicht viele Gemeinden in der Größe von Hüfingen gebe, die sich in einem Ortsteil neben dem Bürgerhaus, ein Vereinsgemeinschaftshaus leisten.

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Er schloss aus, eine Debatte über die von der Bürgerinitiative 125 ins Spiel gebrachten Regressansprüche an die Gemeinderäte im Falle einer ausbleibenden Reduzierung der Bauplatzpreise zu führen.