Auf beiden Uferseiten waren Schwerlastkräne positioniert. Sie hievten die beiden etwa 15 Meter langen und neun Tonnen schweren Brückenteile in Position.

Präzision ist am Ende doch Handarbeit.
Präzision ist am Ende doch Handarbeit. | Bild: Roland Sigwart

Sie wurden von jeder Seite in Widerlager eingehängt und dann beide in der Mitte verschraubt. Je zwei große Stahlstangen spannen sich nun diagonal von den Widerlagern Richtung Brückenmitte.

Ausschau halten: Am Kran kommt jetzt gleich das nächste Brückenteil.
Ausschau halten: Am Kran kommt jetzt gleich das nächste Brückenteil. | Bild: Roland Sigwart

Heute, Freitag, 17 Uhr, wird die neue Römerbrücke eingeweiht. Gefeiert wird in kleinem Rahmen, eigentlich soll es, mit Blick auf das eine Woche später anstehende Stadtbächlifest, nur ein Hock werden, bei dem die Heimatzunft bewirtet. Höhepunkt soll nach dem traditionellen Durchschneiden des Bandes eine Menschenkette werden. Mehr als hundert Kinder sollen, sich an den Händen haltend, die neue Brücke überspannen. Die Modalitäten regelt eine Kinderwette. So wettet Bürgrmeister Michael Kollmeier, dass nicht mehr als 100 Kinder zur Menschenkette kommen werden. Somit, so die Stadt im Vorfeld, gerät der Freitagnachmittag zum Pflichttermin, um die Ehre des Nachwuchses zu retten. Und da die Kinder von Erwachsenen begleitet werden, beträgt Kollmeiers Wetteinsatz Fanta und Bier. Verliert er die Wette, hilft er die Gäste zu bewirten.

In einer Stunde werden die Brückenteile zusammengefügt und verschraubt.
In einer Stunde werden die Brückenteile zusammengefügt und verschraubt. | Bild: Roland Sigwart
Die jeweils neun Tonnen schweren Brückenhälften werden verschraubt.
Die jeweils neun Tonnen schweren Brückenhälften werden verschraubt. | Bild: Roland Sigwart

Die neue Brücke mit 30 Meter Spannweite und 2,40 Meter Breite verkürzt den Weg in das Naherholungsgebiet Bregaue. Zum zweiten gehört die Brücke zum Tourismus-Konzept hinter der ehemaligen Römersiedlung "Brigobannis". Zur stärkeren Belebung der Römervergangenheit fügt sich auch die Einrichtung eines zu 60 Prozent bezuschussten Römischen Lehr- und Erlebnispfades. Die Brücke kostet 236 000 Euro, dazu kommen etwa 150 000 Euro für Wegezuführungen. Für insgesamt 680 000 Euro sol das Naherholungsgebiet Bregaue attraktiver werden. Die Zuweisung beläuft sich auf rund 235 000 Euro.