Die Hüfinger haben den zehnten Geburtstag ihrer Bürgerstiftung gefeiert. Nicht, dass es ihnen besonders schlecht geht, ganz im Gegenteil: Die Stadt steht gut da, hat geschickt gewirtschaftet. Als "Insel der Glückseligen" hat der Stiftungsvorsitzende Thomas Liebert Hüfingen bezeichnet. Die Stiftung ist dabei ein Plus an Lebensqualität, das unter die Arme greifen kann.

Was jedoch ein Thema ist, dass auch die Stiftung nicht verschont: das ehrenamtliche Engagement. Etliche Vereine klagen darüber. Für die verschiedenen Ämter, die es zu besetzen gelte, habe man nicht mehr ausreichend Leute. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sie schwinde. Es ist ein gesellschaftliches Phänomen, mit dem sich alle auseinander setzen müssen.

Bei den Bürgerstiftungen ist man in dieser Hinsicht noch gut aufgestellt: In Spaichingen ist der ehemalige Landtagsabgeordnete Franz Schuhmacher Vorsitzender, in Bräunlingen der ehemalige Bürgermeister Jürgen Guse und in Donaueschingen hat Ernst Zimmermann diesen Posten übernommen. Zimmermann war lange Jahre Hauptamtsleiter in der Donaustadt.

"Bei der Auflistung fällt einem auf, dass fast alle Vorsitzende der anliegenden Bürgerstiftungen ehemalige Bürgermeister oder Politiker sind", stellt Liebert bei der Geburtstagsfeier fest. Er ergänzt: "Da müssen wir in Hüfingen anscheinend noch dran arbeiten." Sein Blick in Richtung des ehemaligen Hüfinger Bürgermeisters Anton Knapp in der ersten Reihe deutet darauf hin, dass er das direkt angehen möchte: "Lieber Anton, bei uns ist noch ein Platz frei im Vorstand. Da sollten wir mal drüber reden."

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