Die B 27-Ortsumfahrung des Hüfinger Teilorts Behla nimmt deutliche Formen an. Die Firma Müller aus Zimmern ob Rottweil ist mit ihren Mitarbeiten und ihrem Gerät voll bei den Erdarbeiten. "Es sieht täglich anders aus", schildert Projektleiter Michael Waidele von den Außenstelle Donaueschingen des Regierungspräsidiums Freiburg.

Im Abschnitt zwischen Behla und der Behlaer Höhe fallen derzeit besonders zahlreiche Wackersteine ins Auge, die aufeinander geschichtet sind und dort, wo die Westumfahrung wieder auf die jetzige Trasse münden wird, eine Art Torfunktion bilden. Die Steine wurden ausgegraben, sagt der Projektleiter, Behlas Ortsvorsteher Uwe Schnekenburger und der Ortschaftsrat hätten seines Wissens Interesse, im Ort einen Steinhaufen zu errichten.

Seit dem Spatenstich im Juni 2016 wurde schon viel bewegt. Gas- und Stromleitungen wurden verlegt, und es sind bereits zwei Brücken fertiggestellt: Im Norden Behlas die Brücke auf der Straße nach Hausen vor Wald über die tiefer gelegene Trasse der Ortsumfahrung sowie eine Feldwegüberführung. Für die dritte Brücke über den Waidenbachweg laufe die Ausführungsplanung, bereits vergeben ist nach Angaben des Projektleiters Michael Waidele der Auftrag für den Lärmschutz, der in einem Abschnitt aus einem Wall und daran anschließend aus einer Wand bestehen soll. Waidele hofft, "dass wir damit Mitte/Ende Mai beginnen können."

Die Umfahrung Behla ist der erste von vier Ausbauabschnitten der B 27 von Donaueschingen-Mitte bis zur Schweizer Grenze. Die rund zwei Kilometer lange Trasse koste etwas mehr als zehn Millionen Euro, so Michael Waidele. Ziel sei es, die Strecke im November dieses Jahres für den Verkehr freizugeben. Der ebenfalls bereits im Bau befindliche Abschnitt Donaueschingen Mitte bis zur B 31 beim Hüfinger Wasserturm soll bis zum Jahr 2021 fertig gestellt werden.

Ausbau bis zur Schweiz

Die Umfahrung Behla ist beim Ausbau der B 27 in der Südbaar einer von vier Abschnitten. Seit 2003 ist der Ausbau der B 27 von Donaueschingen Mitte bis zur Schweizer Grenze mit allen vier Abschnitten im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Vor 2003 war nur das Stück Donaueschingen bis zur Abzweigung der B 31 im vordringlichen Bedarf, die Ortsumfahrungen Blumberg-Zollhaus und Randen standen im "weiteren Bedarf". Die Ortsumgehung Behla war bis 2003 noch gar nicht im Bundesverkehrswegeplan enthalten, wurde dann aber gleich hochgestuft und erreichte dann in den Folgejahren als erster Abschnitt die Planfeststellung. Im Frühjahr 2011 war eigentlich schon ein Termin für den Spatenstich ins Auge gefasst worden, doch noch der Landtagswahl mit dem Sieg der Grünen und der SPD setzten der neue Verkehrsminister und sein Ministerium plötzlich die Prioritäten neu. (blu)