Glückwünsche von vielen Seiten gab es für die Hüfinger SPD: Seit 70 Jahren sind Sozialdemokraten in Hüfingen aktiv, mehr als zwei Generationen Arbeit im Team, so stellte es Christine Harms-Höfler, die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, dar. 50 Besucher im Bahnhofssaal freuen sich mit den Hüfinger Kommunalpolitikern, die zu einer launigen Geburtstagsfeier zusammen gekommen waren.

Happy Birthday: Mit einem eindrucksvollen Geburtstagsständchen gratulieren SPD-Stadtrat Miguel Quilamba und seine Tochter Judith der Hüfinger SPD zum 70. Geburtstag, musikalische Akzente setzt Kuno Kürner am Klavier.
Happy Birthday: Mit einem eindrucksvollen Geburtstagsständchen gratulieren SPD-Stadtrat Miguel Quilamba und seine Tochter Judith der Hüfinger SPD zum 70. Geburtstag, musikalische Akzente setzt Kuno Kürner am Klavier.

Musikalische Geburtstagsgrüße, setzten eindrucksvolle Akzente. Reden und ein Rückblick auf die kommunalpolitische Arbeit für die Stadt Hüfingen prägen die Geburtstagsfeier. Der Blick in eine Chronik, die der frühere Stadtrat Peter Ebnet zusammengestellt hat, rufen sieben Jahrzehnte Hüfinger SPD-Geschichte wieder ins Gedächtnis.

Da freuen sich die Besucher. Unter ihnen sind Hüfingens Bürgermeister Michael Kollmeier (CDU), sein Vorgänger Anton Knapp (SPD), Andreas Stoch, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg, Christa Lörcher, die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete aus Villingen-Schwenningen sowie Jens Löw, SPD-Kreisvorsitzender und Kandidat für den Bundestag aus Brigachtal.

Die Fraktions-Kollegen aus dem Hüfinger Gemeinderat, Franz Albert (CDU) und Adolf Baumann vom zungenbrechenden Dreierbündnis FDP/FW/UWV, SPD-Ortsvereine aus Bräunlingen, Blumberg, Bad Dürrheim oder Donaueschingen waren zu Gast. Manche überbringen Glückwünsche und gefüllte Umschläge. Eine Art willkommene Parteienfinanzierung, die Christine Harms-Höfler mit dem Satz kommentiert: "Ich bin platt."

Eingangs hatte sie den SPD-Ortsverein gelobt als "Plattform für kommunale Solidarität und Zusammenhalt" und als "politische und demokratische Basis unserer Gesellschaft. Es ist gut, dass es uns, die Roten, gibt", sagt sie stolz und bedankt sich schlagfertig bei Franz Albert, der einen großen Geschenkkorb mitgebracht hatte: "Ihr seid wohl auch froh, dass es uns gibt?" Die Stimmung war sichtlich gut.

Grußworte kamen von vielen Seiten. "Ich freue mich, dass es den SPD-Ortsverein in Hüfingen gibt, der sich in das Geschehen einbringt", lobte Michael Kollmeier "den Mut und die Kraft, auch im Kleinen mitzuwirken". Amtsvorgänger Anton Knapp zeigte sich froh, "dass ich große Teile des Ortsvereins miterleben und mitgestalten durfte". Der Ortsverein und die SPD-Fraktion im Gemeinderat "haben stets vorausschauend am Projekt Hüfingen mitgewirkt". Den langjährigen Fraktionssprechern Eva von Lintig, Reinhard Isak und Kerstin Skodell sei es zu verdanken "dass ich 28 Jahre hier im Amt war".

Reinhard Isak, selbst seit bald 30 Jahren im Gemeinderat, sah im Einsatz für das Hallenbad, im Umbau der Hauptstraße und in der Abschaffung der unechten Teilortswahl die Schwerpunkte der SPD-Arbeit der Vergangenheit. "Wir haben uns stets auch erfolgreich um die Jugend gekümmert", sagte er.

Geburtstags-Akzente

Judith und SPD-Stadtrat Miguel Quilamba setzten musikalische Akzente auf der Feier zum 70. Geburtstag des Hüfinger SPD-Ortsvereins. Vater und Tochter glänzten mit wunderbaren Gesangseinlagen aus Pop-Titeln wie "Happy Birthday" oder "Ain't no sunshine when she's gone". Und Andreas Stoch, bis vor gut einem Jahr noch Kultusminister in Stuttgart, nahm für sich in Anspruch, für die Hüfinger Schullandschaft gute Arbeit geleistet zu haben: Die 7500 Einwohner Hüfingens hätten mit der Gemeinschaftsschule eine gute funktionierende weiterführende Schule bekommen, nach der große Nachfrage bestehe. Ohne die von ihm eingeleitete Schulstrukturreform hätte eine Abwanderung nach Donaueschingen gedroht, sagte er. Insgesamt ging er mit dem globalen Rechtspopulismus ins Gericht, der verantwortungslos Ängste schüre. Dem müsse man "den Geist von Freiheit und Solidarität" entgegensetzen.