Für was eine Baustelle nicht alles gut ist. In Behla sorgt sie dafür, dass ein Großteil des Schwerlastverkehrs in Zukunft aus der Ortschaft verschwindet und außenrum geleitet wird. Zudem sei man dort auf drei Feldkreuze aufmerksam geworden, die lange Zeit achtlos rund um die Ortschaft standen, oder beinahe schon lagen. Eines dieser Kreuze aus Holz war am unteren Stilende bereits verrottet, die Christus-Figur mitgenommen.

Durch die Baustelle darauf aufmerksam geworden, nahm man sich der Angelegenheit an: "Der bisherige Besitzer ist bereits verstorben", erklärt Behlas Ortsvorsteher Uwe Schneckenburger. Wie also mit dem Kreuz umgehen? Tatsächlich konnte ein Verwandter ermittelt werden, der in der Nähe von Nürnberg in Bayern lebt. Er erteilte schließlich das Einvertändnis, das Kreuz zu sanieren und auch wieder aufzustellen. Dagegen hatte auch der Grundstücksbesitzer nichts einzuwenden. Gesagt, getan.

Behlas Handwerker gaben ihr Bestes und brachten das Kreuz mit Eifer wieder auf Vordermann. Die Christus-Figur strahlt wunderschön. Eine neue Überdachung gewährt Schutz, neues Holz bietet Stabilität. Das Kreuz wurde vermutlich in den Sechzigern aufgestellt, jetzt steht es wieder.

Den letzten Feinschliff bekommt es vor dem Fest auf der Umfahrung am Sonntag, 23. September. Dann soll dort oben, neben der Sitzbank, ein Gottesdienst stattfinden, bei dem das Prunkstück eine neue Weihung erhalten soll. Im Anschluss geht es dann auf die Bundesstraße, feiern. Die Verbesserungen durch den neuen Bundesstraßenabschnitt, und das Wiederbeleben eines Stückchens Vergangenheit, dass jetzt wieder eine Zukunft hat.