Ein himmlisches Erlebnis war die Primiz von Klaus Käfer, die in der Pfarrkirche St. Verena und Gallus am Pfingstsonntag seine erste heilige Messe hauptverantwortlich zelebrierte. Der Hüfinger wählte einen kurzweiligen und heiteren Verlauf, in dem er die Gläubigen mit seiner Liebe zu Gott und seiner Überzeugung für den Glauben fesselte. Aus der Stimme des Neupriesters war Begeisterung für eine permanent fordernde, aber auch schöne Berufung herauszuhören. Sie ist eine Basis dafür, die Mitmenschen vom Glauben an Gott zu überzeugen, dem er zum Ende seiner Primiz als "coolste Socke ever" dankte.

In der Vorwoche im Freiburger Münster von Erzbischof Stephan Burger zum Priester geweiht, zeigte sich Käfer während seiner Primiz offen gegenüber seiner neuen Aufgabe, die ihm jede Menge Abwechslung bieten würden. Musikalisch wählte er mit den "Church Goovers" eine Band aus, die mit ihrem Auftritt den kurzweiligen Ablauf des festlichen Gottesdienstes mit traditionellem und modernem geistlichen Liedgut im Popsound beflügelte.

Klaus Käfer wählte für seine Primiz eine Reihe seelsorgerischer Co-Zelebranten, mit denen er zu Beginn der heiligen Messe in die Pfarrkirche zu festlichen Orgelklängen einmarschierte. An der Spitze des Trosses waren mit den Fahnenträgern der Kolpingfamilie und der Schächerkatzen auch zwei Vereine dabei, in denen Käfer bis heute aktiv mitwirkt. Dutzende von ehemaligen und aktuellen Ministranten und Oberministranten folgten.

Gemeindeteam-Sprecher Michael Bolli (von links) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Harald Weh wünschen Neupriester Klaus Käfer alle Gute auf seinem weiteren Lebensweg.
Gemeindeteam-Sprecher Michael Bolli (von links) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Harald Weh wünschen Neupriester Klaus Käfer alle Gute auf seinem weiteren Lebensweg. | Bild: Rainer Bombardi

Für Heiterkeit sorgte Norbert Boos in einer Lesung aus der Apostelgeschichte, die er in heimatlichem Dialekt vortrug. Um das Verständnis untereinander und füreinander ging es auch Diakon Jens Sowa, der in seiner Predigt das Sprachengewirr, das den Turmbau zu Babel verhinderte, mit den heutigen Meinungsverschiedenheiten verglich, welche Projekte wie den Flughafenneubau in Berlin verglich. Er wünschte deshalb Klaus Käfer viel Erfolg während seinem Wirken, sowie offene und lebendige Gemeinden, in denen es ihm stets gelingen möge, die Sprache der Gläubigen zu sprechen.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Harald Weh wünschte dem Hüfinger Neupriester, dass seine Offenheit für Gott, seine Mitmenschlichkeit und sein Selbstvertrauen stets eine gute Basis für tatkräftige Glaubensgemeinschaften bilden. Die finalen Orgelklänge der "Te Deum Fanfare" von Marc Antoine Charpentier beendeten eine festliche Messfeier, die nahtlos in ein Pfarrfest auf dem Kirchenvorplatz überging.

Dort nahm Käfer die Glückwünsche zahlreicher Menschen entgegen, als zwei Sattelzugmaschinen mit lautstarkem Hupen vor der Kirche überraschten. Sie waren gekommen, weil sich Käfer während seiner Freizeit seit einigen Jahren für Hilfstransporte nach Rumänien hinter das Steuer eines Lastwagens setzt.

 

Die Priesterweihe

In der vergangenen Woche weihte Erzbischof Stephan Burger acht junge Männer aus dem Erzbistum Freiburg zu neuen Priestern. Einer von ihnen ist der 33 Jahre alte Hüfinger Klaus Käfer, der sich durchaus auch vorstellen kann, als gelernter Lkw-Fahrer in Zukunft in der 33-zu arbeiten. Käfer kontaktierte im Vorfeld enge Bekannte, die Pfarrer Andreas Huber und Manuel Grimm. Sie motivierten ihn nach intensiven Diskussionen in seiner Entscheidung für die Berufung zum Priester. (bom)