Fürstenberg – Einen Auftakt nach Maß erlebten Hunderte von Gästen, die dem Ruf des vordersten Berges folgten und zu den Klängen des Musikvereins Blumegg feierten. Die Musikkapelle aus Fürstenberg hatte zu ihrem Bergfest eingeladen, das Jahr für Jahr die Massen mobilisiert. Erstmals begrüßte auf der Kuppe des Berges die neue Vorsitzende Melanie Vollmer die Gäste.

Bürgermeister Michael Kollmeier animierte die Besucher vor dem Fassbieranstich. Er benötigte zwei Schläge, dann war das Fest endgültig eröffnet. Kontinuierlich strömten mehr Menschen in das Festzelt. Dort waren längst alle Sitzplätze belegt als der letzte Top-Akt des Abends, die aus der Region schwäbische Alb stammenden Brass-Musiker von Obachtblech die Bühne betraten. Acht Blasmusiker, ein Schlagzeuger und eine Sängerin zogen während Stunden eine phänomenale Rock'n'Roll- und Blasmusik-Show ab, die keinen mehr ruhig auf seinem Sitzplatz hielt. Vor dem Zelt genossen Dutzende von Besuchern den lauen Sommerabend für ein Gespräch.

Dasselbe Bild, doch mit anderen Musikern bot sich am Samstagabend. Die Musikkapelle hatte zur Rock Frog Party eingeladen und auf der Bühne brillierten die Musiker der Radolfzeller Froschenkapelle mit einem gigantischen vierstündigen Auftritt. Hinter den Tresen und Bars hatten Dutzende von Helfern alle Hände voll zu tun. Die Fritteusen, die Grills und die Zapfhähne liefen im Dauerbetrieb und hielten das Personal, das sie bediente auf Trab. Für das Servicepersonal gab es in dem dicht gedrängten Festzelt nur schwer ein Durchkommen.

In Feierlaune sind Markus Rekla (von links), Michael und Barbara Kollmeier, Frieda und Max Erhart, Ingrid Preis, Bettina und Bernhard Schmid.
In Feierlaune sind Markus Rekla (von links), Michael und Barbara Kollmeier, Frieda und Max Erhart, Ingrid Preis, Bettina und Bernhard Schmid.

Doch was die Froschen abzogen, kam bei den Besuchern sehr gut an. Das Publikum stand auf den Bänken, zwischen den Stuhlreihen, klatschte und sang begeistert mit. Dabei wechselte die Kapelle munter die Stilrichtungen und pendelte zwischen originären Blasmusikklassikern, Rap und Hip-Hop munter hin und her.

Andächtig begann dann schließlich der Sonntag mit dem Gottesdienst in der Kardinal-Bea- Kapelle. Danach war wieder ein volles Haus garantiert. Der Musikverein aus Brigachtal, einheimische Kapellen und zum Abschluss die Original Fürstenberg Musikanten (OFM) setzten die Festtage der Blasmusik fort.

"Die Entscheidung pro moderne und erfrischende Blasmusikformationen und der Entschluss das Barzelt vom Festzelt zu entkoppeln geben dem Bergfest zusätzlichen Schwung", war Vorsitzende Vollmer zufrieden mit dem Ablauf der Fürstenberger Feier.

Es gehört wohl zu den besonderen Eigenheiten des Bergfestes, dass am Sonntagabend einige der Helfer der Vortage selbst zum Instrument greifen und als OFM dafür sorgen, dass der Stimmungsfaden auch zu später Stunde nicht abreisst.