Wessen Opa Musik-Dirigent und Vater Feuerwehrkommandant war, dem wurde das ehrenamtliche Engagement wohl zumindest teilweise in die Wiege gelegt. Michael Steinemann ist in zahlreichen Vereinen rund um Hüfingen tätig. Mit 32 Jahren ist er nun das jüngste Mitglied im Hüfinger Gemeinderat.

Seit zwei Jahren in Mundelfingen

Seine Kindheit und Jugend verbrachte Steinemann in Sumpfohren. Nach der Mittleren Reife an der Realschule Donaueschingen absolvierte er bis 2008 eine Ausbildung zum Industriekaufmann. „Danach habe ich mein Abitur an der Wirtschaftsoberschule in Radolfzell gemacht“, berichtet der junge Vater. Im Anschluss daran begann er sein Studium für Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. Dort schrieb er auch 2014 seine Bachelorarbeit. Bis Mai diesen Jahres war der Akademiker schließlich bei der CDU Südbaden tätig, bevor er in Elternzeit ging. Seit zwei Jahren wohnt er in Mundelfingen.

Jüngster Pfarrgemeinderat

Michael Steinemann, der neben der deutschen auch die schweizerische Staatsbürgerschaft besitzt, opfert große Teile seiner Freizeit für ehrenamtliche Vereinstätigkeiten. Er ist Schriftführer in der Feuerwehr Sumpfohren und Posaunist in der Musikkapelle Hausen vor Wald. Außerdem war er mit 18 Jahren bereits der jüngste Pfarrgemeinderat im Erzbistum Freiburg.

Drei Mal angetreten

Bei der Hüfinger Gemeinderatswahl ist der gelernte Industriekaufmann schon drei Mal angetreten. Bei den vergangenen beiden Wahl 20009 und 2014 sei er allerdings nur als Notkandidat für die CDU aufgestellt worden. „Dieses Jahr habe ich erstmalig mit dem Anspruch kandidiert, in den Gemeinderat gewählt zu werden.“ Vor allem die Gefahr, dass nicht jeder Ortsteil mindestens einen Vertreter im Hüfinger Rat hat, habe ihn dazu bewegt, bei der Wahl anzutreten.

Problematischer Altersdurchschnitt

„Leider ist es nun doch so gekommen wie befürchtet. Es gibt kein Hüfinger Gemeinderatsmitglied aus Sumpfohren, Hausen vor Wald und Fürstenberg„, kritisiert Steinemann. Aus diesem Grund habe er auch vergangenes Jahr das Bürgerforum Starke Ortsteile gegründet. Auch den Altersdurchschnitt, der im Gemeinderat bei weit über 50 Jahren liege, halte er für problematisch.