Otto Böhm hat es getan. Hermann Kern ebenfalls. Und auch Adolf Baumann und Kuno Fritschi – sie haben für die Bürgerstiftung die Hifinger Gschecht(li) erzählt und haben als Zeitzeugen auch ganz persönliche Einblicke in ihre Leben und die Vergangenheit gegeben. Zu den vier Männern der ersten Stunde sind mittlerweile viele ältere Hüfinger dazugekommen, die ebenfalls einen Beitrag zum wohl erfolgreichsten Projekt der Bürgerstiftung geleistet haben.

Zusammengekommen sind mittlerweile 33 Geschichten, aus denen die Bürgerstiftung mittlerweile eine CD gemacht hat. Durch die Reihe sind es Hüfinger, die man kennt. „Es sind alles Hüfinger, die die Stadt gestaltet haben, und die an vielen Projekten und Entwicklungen mitgewirkt haben“, sagt Thomas Liebert, Vorsitzender der Bürgerstiftung. Die Hifinger Gschecht(li) wären nicht nur das größte Projekt, das die Bürgerstiftung realisiert hat, sondern auch das nachhaltigste. „Wir haben damit auch etwas für spätere Generationen geschaffen“, so Liebert.

Das könnte Sie auch interessieren

Präsentiert werden soll die Krönung des Projektes, das auf eine Idee von Martin Böhm und Reinhard Philipp zurückgeht und mit dem auch gleichzeitig ein wichtiger Teil der Geschichte für die Nachwelt dokumentiert wird, beim Geburtstagsfest der Bürgerstiftung. Denn am kommenden Dienstag, 23. Oktober, feiert die Stiftung ihren zehnten Geburtstag.

Bei der Feier, zu der natürlich auch die Hüfinger Bürger eingeladen sind, sollen die Hifinger Gschecht(li) natürlich eine große Rolle spielen. Eva von Lintig, Otto Böhm, Kuno Fritschi und Klaus Sigwart werden diesen Abend mit ihren Erlebnissen und Erinnerungen bereichern – und selbst Fans der Hifinger Gschecht(li), die bereits alle Folgen kennen, werden auf ihre Kosten kommen, denn es werden komplett neue Geschichten sein, die die vier in der Rathausgalerie präsentieren.

Das könnte Sie auch interessieren

An diesem Abend ist es dann auch erstmals möglich, die CD mit den Hifinger Gschecht(li) für 15 Euro zu erwerben. Ebenfalls gibt es Lose zu kaufen – als Gewinn locken drei Bilder der Hüfinger Künstlerin Hannelore Humble. Doch was macht die Bürgerstiftung mit den Einnahmen? In Zeiten, in denen es kaum noch Zinsen gibt, sollen die Einnahmen dazu verwendet werden, das Stammkapital zu sichern. Denn die Inflationsrate liegt wesentlich höher, als die Zinsen, die es für das Geld gibt. „Ich sehe es als eine meiner wichtigsten Aufgaben an, das Stammkapital für die Zukunft zu sichern“, erklärt Liebert, der bereits seit der Gründung die Bürgerstiftung führt.

Denn auch in der Zukunft möchte die Bürgerstiftung ihrem Gründungszweck nachkommen: „Wir wollen für die Bürger da sein und sie bei dem unterstützen, für das die Stadt nicht zuständig ist oder meint, nicht zuständig zu sein.“ So hat die Bürgerstiftung in den vergangenen zehn Jahren rund 30 Projekte der ganz unterschiedlichen Art unterstützt. Auch wenn es den Hüfingern größtenteils so gut geht, dass letztendlich gar nicht so viele Projekte unterstützt werden müssen. „Wir kümmern uns da, wo sich sonst niemand kümmert“, sagt der Vorsitzende Liebert.

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.