Lange haben die Hüfinger auf den Brückenschlag über die Breg am Römerbad warten müssen. Doch gestern war es soweit. Bürgermeister Michael Kollmeier hat sich für die Einweihung etwas ganz Besonderes einfallen lassen, damit dieser Termin auch von der Bevölkerung gut besucht wird. Er stellte eine Wette in den Raum, dass zur Eröffnung des Bauwerks nicht mehr als 100 Kinder anwesend sein werden. Doch schon kurz vor dem Beginn des offiziellen Termins zeichnete sich ab, dass er diese Wette verlieren wird.

Konzentriert zählen muss Bürgermeister Michael Kollmeier die vielen Kinder, die Hand in Hand eine bunte Menschenkette über die Brücke bilden. Er hat gewettet, dass zur Eröffnung nicht mehr als 100 Kinder kommen. Doch schon beim Anblick der vielen wuseligen Nachwuchsbürger hat er bemerkt, dass er die Wette verliert.
Konzentriert zählen muss Bürgermeister Michael Kollmeier die vielen Kinder, die Hand in Hand eine bunte Menschenkette über die Brücke bilden. Er hat gewettet, dass zur Eröffnung nicht mehr als 100 Kinder kommen. Doch schon beim Anblick der vielen wuseligen Nachwuchsbürger hat er bemerkt, dass er die Wette verliert.

Denn die Hüfinger strömten mit Kind und Kegel in Massen entlang der Breg zum Römerbad und freuten sich über einen zusätzlichen sommerlichen Hock an der lauschigen Kneipp-Anlage. Nachdem das Band von Bürgermeister Michael Kollmeier und dem zuständigen Bauleiter Markus Meisinger zerschnitten war, zählte Kollmeier eigenhändig und konzentriert die Kinder, die Hand in Hand eine bunte Menschenkette auf der Brücke bildeten. Bei der Zahl 163 gab der Rathauschef auf, denn es kamen noch etliche kleine Gäste hinterher. Der Termin wurde so zum fröhlichen Volksfest. Kollmeier löste seine verlorene Wette ein und schenkte eigenhändig den Kindern eine Limo aus, die Erwachsenen erhielten ein Freibier und nahmen dafür eine lange Warteschlange gerne in Kauf.

Schon viele Jahre befasste sich das Rathaus mit dem Bürgerwunsch, der eine weitere Querung der Breg im Bereich des Römerbades forderte. Diese ermöglicht nicht nur neue Perspektiven für die Naherholung im stadtnahen Gebiet der Bregaue für Wanderer, Jogger, Radfahrer, Familien und Jugendliche, sondern sie liefert auch einen weiteren touristischen Aspekt in der geschichtlichen Vergangenheit Hüfingens, der auch mit Fördermitteln bedacht ist. Denn der Brückenschlag verbindet auch das ehemalige Lager der römischen Soldaten auf der Seite der Badruine mit der zivilen Siedlung Brigobannis auf der anderen Seite der Breg.

Trotz Einweihung kann die Brücke aber dennoch in den nächsten Tagen noch nicht genutzt werden. Denn die beiden Dächer, die in ihrer Form einem Wehrturm an den Römerpavillons gleichen, können erst in den nächsten Tagen installiert werden.

Ruckzuck und passgenau war am Freitagvormittag die neue Brücke installiert worden. Die Arbeiten erfolgten binnen einer Stunde ab 8 Uhr. Auf beiden Uferseiten waren Schwerlastkräne positioniert. Sie hievten die beiden etwa 15 Meter langen und neun Tonnen schweren Brückenteile in Position, wo sie verschraubt wurden. Tags zuvor waren die Brückenhälften auf Tiefladern angeliefert worden.