Eine kleine Ära endete mit dem Weihnachtskonzert des Musikverein Sumpfohren am vergangenen Samstag: Die Dirigentin des Musikvereins Sumpfohren, Eva-Maria Agostini, gab ihr letztes Konzert gemeinsam mit dem Musikverein Sumpfohren. Ihre Aufgabe beim Musikverein Sumpfohren startete Agostini im März 2015 bei dem circa 35 Musiker starken Verein mit einem Auftritt in der Nachsorgeklinik in Tannheim.

Nach vielen Proben und Auftritten entschied sich Agostini dann in diesem Jahr, das Dirigat des Musikvereins Sumpfohren abzugeben. Diese Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, da sie sich in Sumpfohren immer sehr wohl gefühlt habe: „Ich schätze die Gemeinschaft in Sumpfohren sehr. Die Zusammenarbeit mit dem Verein und den einzelnen Mitgliedern hat mir immer sehr viel Spaß gemacht“, sagte sie.

Gut besucht ist das Konzert in Sumpfohren.
Gut besucht ist das Konzert in Sumpfohren.

Dies war auch der Grund, warum sie sich entschied, doch länger zu bleiben, nachdem die Sumpfohrener nicht direkt einen neuen Dirigenten finden konnten. So wurde das diesjährige Weihnachtskonzert noch gemeinsam begangen und der Nachfolger Jens Heringshausen, der ebenso wie Agostini in Göschweiler wohnt, vorgestellt.

„Eva-Maria war für uns nicht nur eine Dirigentin, sie war auch Lehrerin und Animateurin. Sie hat uns während der letzten Jahre immer gefordert und gefördert. Sie hat immer versucht, das Beste aus jedem einzelnen herauszukitzeln.“ Mit diesen Worten bedankte sich die Vorsitzende des Musikvereins, Viktoria Wolf, bei der scheidenden Dirigentin. Besonders hervorzuheben seien dabei auch die neuen Projekte, die Eva-Maria Agostini mit einbrachte. So sei auf ihre Betreiben zum Beispiel das kleine Sommerkonzert auf dem Kirchplatz eingeführt worden.

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Damit Eva-Maria Agostini nun ihre freien Freitagabende nutzen kann und die Sumpfohrener trotzdem nicht vergisst, übergab der Musikverein ihr als Geschenk einen Liegestuhl, auf welchem ein Bild des Vereins aufgedruckt ist.

Die Sumpfohrener Musiker spielen im vollbesetzten Bürgerhaus.
Die Sumpfohrener Musiker spielen im vollbesetzten Bürgerhaus.

Im letztes Konzert mit dem Musikverein Sumpfohren konnte Dirigentin Eva-Maria Agostini am letzten Samstag erneut überzeugen. Mit Stücken wie der „Blue Ridge Saga“, welche laut Ansagerin Luisa Metzger sehr gut den manchmal etwas holprigen Probenweg des Vereins bis hin zum Konzert beschrieb, zeigten die Sumpfohrenerzeigten die Sumpfohrener, was sie können.

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Die Reise durch die Vereinigten Staaten ging von den Gebirgsketten Carolinas, über den Wilden Westen mit den Klassikern von Winnetou bis nach Colorado, der Ruhestätte von Joe Cocker, an den sie mit einem Medley seiner bekanntesten Stücke erinnerten.

In ihrem Liegestuhl kann sich Eva-Maria Agostini künftig erholen und sich an ihre Zeit in Sumpfohren erinnern. Hinter ihr steht die Vorsitzende des Musikvereins, Viktoria Wolf. Bild: Andrea Wieland
In ihrem Liegestuhl kann sich Eva-Maria Agostini künftig erholen und sich an ihre Zeit in Sumpfohren erinnern. Hinter ihr steht die Vorsitzende des Musikvereins, Viktoria Wolf. Bild: Andrea Wieland

Als letztes gemeinsames Stück wählte Agostini ein Medley von Santiano aus, welches die Musiker bravourös meisterten und eines der Highlights des Konzertes war. Im Anschluss übergab Eva-Maria Agostini dann symbolisch den Taktstock an ihren Kollegen Jens Heringshausen, welcher ab Januar 2020 den Verein musikalisch leiten wird. Als kleine Vorstellung für das Publikum dirigierte Heringshausen dann noch zwei Stücke.

Der Kirchen- und Projektchor Unadingen begeistert mit seinen Stücken das Publikum.
Der Kirchen- und Projektchor Unadingen begeistert mit seinen Stücken das Publikum.

Das Konzert in Sumpfohren wurde gemeinsam mit dem Kirchen- und Projektchor Unadingen begangen. Die Zusammenarbeit der beiden Unadinger Chöre entstand im Herbst diesen Jahres und erweist sich seither als sehr erfolgreich. Mit ihren modernen Stücken begeisterten die Unadinger unter der Leitung von Manuel Draxler das Publikum.