Das Ortsbild von Behla verändert sich in den kommenden Jahren in einem Tempo, das die Wohn- und Lebensqualität für die Bevölkerung nachhaltig verbessen soll. Auslöser für diese Entwicklung ist der Bau der Ortsumfahrung der B 27, deren Eröffnung für das kommende Jahr anvisiert ist.

In der ersten Gmond ging Ortsvorsteher Uwe Schneckenburger auf die dadurch möglich gewordenen Planungen der Ortsmittelpunktgestaltung rund um das Rathaus ein. Dabei sind die Bürger aufgefordert, sich mit eigenen Ideen und Vorschlägen an der Diskussion zu beteiligen. Bereits konkreter ist das Übereinkommen mit der Narrenzunft, den Wetti-Brunnen in privilegierter Lage im neuen Dorfzentrum zu positionieren.

Schneckenburger streifte die Eckdaten der 1,88 Kilometer langen Ortsumfahrung, bei deren Bau drei Brückenbauwerke erstellt, 1550 Kubikmeter Beton und 250 Tonnen Stahl verarbeitet und 78 000 Kubikmeter Erdmasse bewegt werden. Schneckenburger erinnerte noch einmal an die Worte von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, die zusicherte, den Ort bei der Neugestaltung seines Kerns zu unterstützen.

Die Planungen für eine optimierte Anbindung der Feuerwehren sehen Behla als ein Zentrum vor. Wegen ihrer Abteilungsstärke von 60 Aktiven, der Nähe und wegen der guten Zusammenarbeit mit der städtischen Wehr ist für 2018 zudem der Kauf eines neuen Feuerwehrautos und die damit verbundene Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses 2017 vorgesehen.

Derzeit herrscht eine prekäre Bauplatzsituation – lediglich zwei Bauplätze im Gewann Grundäcker sind noch frei. Deshalb ist für 2017 die seit Jahren diskutierte Erweiterung und Erschließung von vorerst vier Bauplätzen zwischen der Baarblickhalle und der Alois-Hirt Straße in Zusammenhang mit dem Bau eines Verbindungsweges vorgesehen. Zudem macht die Eröffnung der Umfahrungsstraße den Weg zur innerörtlichen Entwicklung, zur Bebauung freier Plätze und zur Umnutzung bestehender Ökonomiegebäude frei. Schneckenburger hält im Diskussionsprozess um eine Sanierung der Feldwege auch die Fortführung und den Ausbau des Radwegenetzes für sinnvoll.

Der Ortsvorsteher blickte im voll besetzten Rathaussaal auf ein Jahr zurück, das vom jahrelang angekündigten Abriss des Hauses Sauter im Dorfkern, der Neugestaltung der Kunstwerke vor der Halle oder der Neugestaltung des Spielplatzes im Grundäcker geprägt war. Für 2018 ist dort der Kauf eines Sonnensegels vorgesehen. Ein nachhaltiges Ereignis für den Ort war der Beschluss des Gemeinderates, in Behla spätestens ab 2019 eine zentrale, leistungsstarke Kindertagesstätte für alle Ortsteile – mit Ausnahme von Mundelfingen – zu betreiben. Schneckenburger sprach von einem wegeweisenden Schritt, der in Zusammenhang mit der Konzentration der Schellenberger-Schule an den Standorten Hausen vor Wald und Mundelfingen die Bildungsmöglichkeiten als bedeutenden Standortfaktor für die Ortsteile bereichere.

Einen Beweis ihrer Schlagkraft gab die Feuerwehr, die in Windeseile auf einen Sirenenalarm auf dem Rathaus reagierte und gemeinsam mit dem Rettungsdienst und zwei aus Hüfingen und einem aus Sumpfohren eingetroffenen Trupp einen durchgebrannten Toaster als Ursache für den Alarm identifizierte.

Behla in Zahlen

Zum 31. Dezember 2016 zählte die Ortschaft Behla insgesamt 479 Einwohner. Das sind 18 mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. 2016 registrierte die Verwaltung sieben Geburten und drei Todesfälle. Der Ortschaftsrat traf sich sechsmal, die Investitionshöhe umgesetzter Haushaltsmaßnahmen lag bei 60 000 Euro. Hinzu kommt der Abriss des Hauses Sauter. Diverse Veranstalter nutzten die Baarblickhalle 25 Mal als Veranstaltungsort. Zur Pflege öffentlicher Plätze und Einrichtungen erklärten sich für 2017 die Landfrauen (Reinigung Einsegnungshalle), Alexander Hauser (Rasenmähen Sportplatz), Urs Bogenschütz (Hydranten salzen) und Edmund Feist (Schneeräumen an Plätzen und auf Gehwegen ohne Anlieger) bereit.