Ist im Aquari das Wasser zu kalt? CDU-Rat Markus Leichenauer hat vergangene Woche mit einer Anfrage im Gremium eine Debatte ausgelöst. Nach Hinweisen von Bürgern, die über die Wassertemperatur im Schwimmbecken klagten, wünschte er von der Verwaltung eine Besucherstatistik. Aus der Berichterstattung entwickelte sich auf der Facebook-Plattform des SÜDKURIER eine rege Kommentierung. Ganz eindeutiges Votum: Den meisten ist es tatsächlich zu kalt.

Jeder unzufriedener Badegast einer zu viel 

Auf SÜDKURIER-Anfrage nimmt Hauptamtsleiter Horst Vetter Stellung. Leider gingen die Meinungen bei der Wassertemperatur manchmal auseinander. Jedoch sei jeder unzufriedene Badegast einer zu viel; das gelte auch für die Badegäste, die sich via Facebook geäußert haben. Aber insbesondere die Sportschwimmer plädierten für eine eher abgesenkte Wassertemperatur. So betrage die Wassertemperatur im Sportbecken 28 Grad. Am Donnerstag werde das Sportbecken auf 30 Grad aufgeheizt. Folglich sei das Wasser dann auch am Freitag noch 29 Grad warm. Das Außenbecken werde in den Wintermonaten auf 32 Grad aufgeheizt und die Temperatur im Kinderplanschbecken betrage im Winter sogar 34 Grad. Im Strömungsbecken betrage die Temperatur 28 Grad.

Vermeidung von Mehrkosten im vierstelligen Eurobereich 

Beim früheren Warmbadetag sei das Wasser im Sportbecken bis Samstag auf 30 aufgeheizt worden. Deswegen hätten vor allem Familien mit Kleinkindern, die vorzüglich am Wochenende ins Bad kämen, nun natürlich das Empfinden, das Wasser sei viel kälter. Nach Absprache mit dem Behindertensportverein werde das Sportbecken nun nur noch donnerstags auf 30 Grad aufgeheizt. Würde man das Sportbecken bis sonntags aufheizen, fielen Mehrkosten im vierstelligen Eurobereich an. So seien bei Entscheidungen durch die Badleitung Besucherinteressen wie auch wirtschaftliche Vorgaben durch den Gemeinderat zu berücksichtigen.

Auf die Frage, wann die Besucherstatistik vorliegen werde, äußerte sich Vetter allgemein. Die Zahlen würden laufend statistisch erfasst. Dabei spielten viele Faktoren eine Rolle. Das könne ein heißer Sommer sein oder Zufahrtsprobleme bei Straßensperrungen.