„Kunst und Sport“ sind im Leben der bekannten Skilangläuferin und Stefanie Böhler aus Ibach wichtig. Ihre Skisprungkarriere ist äußerst erfolgreich. Ihre künstlerische Laufbahn steht erst am Anfang und verspricht ebenfalls großen Erfolg. In der Ausstellung „Wechselspiele – Sport und Kunst“ stellt die Künstlerin Stefanie Böhler im Skimuseum von Hinterzarten noch bis zum 5. November 71 Exponate aus, die sie in den letzten Jahren geschaffen hat.

Entstanden sind in dieser Zeit, in der sie sich auch mit der Diagnose „Krebs“ auseinandersetzen musste, farbenfrohe ganz unterschiedliche Acrylbilder, die meistens grafische Elemente und Gesichter zeigen. „Der Körper ist ein Phänomen und regeneriert sich schnell, genauso wie die Psyche“, freut sich die heute wieder gesunde Sportlerin über ihren künstlerischen Erfolg. Nach Laufenburg ist die Ausstellung in Hinterzarten der zweite Ort, an dem Exponate der sympathischen Langläuferin zu sehen sind. Dabei knöpft das Skimuseum auch an die früheren Ausstellungsschwerpunkte an, die sich immer irgendwie mit den Themen „Schnee und Schwarzwald“ auseinandersetzten.

Stolz auf den künstlerischen Durchbruch seiner Tochter, ist auch Vater Roland Böhler. Zur Ausstellungseröffnung komponierte er eigens ein Lied über ihre künstlerische Leidenschaft. „Eigentlich habe ich schon immer in der Schule zum Leidwesen meiner Lehrer gerne herumgekritzelt“, erinnert sich die Berufssoldatin. Malen ist für sie zur großen Leidenschaft geworden. „Doch meine sportliche Karriere steht an erster Stelle“, stellt die 26-Jährige klar. Wenn dann noch genügend Zeit übrigbleibt und das Zimmer, das sie oft mit einer anderen Sportlerin teilen muss, groß genug ist, greift sie zur Leinwand und zum Pinsel. Dann entstehen ihre farbenfrohen Bilder. Meistens ist das ganz spontan. Manchmal weiß sie nicht, was dabei herauskommt, aber ihre Werke zeugen von Farbharmonie und Ausdruck. „Und sie tragen zum Ausgleich und Herunterkommen bei, wenn es im Sport mal wieder hektisch zugeht“, verrät sie. Besonders ausdrucksstark sind in den Böhler-Gesichtern die Augen. Das Bild mit dem Titel „Scandia“ ist eines davon. Die Augen der auf Holz gemalten blassen Schönheit, drücken Melancholie aus und verraten eine große Sensibilität der Hobbymalerin. Fröhlichkeit und Unbekümmertheit findet der Betrachter auf dem eher karikaturistischen Exponat „Neulich auf der Loipe“, dass verschiedene Bewegungsabläufe darstellt. Die Vorliebe der Künstlerin für bunte Farben zeigt sich auch in den grafischen Werken. „Dass ich meine Bilder im Skimuseum ausstellen darf, ist für mich eine große Ehre“, betont die Sportsoldatin vom Rang eines Hauptfeldwebels. Die Ausstellung ist dienstags, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr und Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr geöffnet.