Angefeuert wurden vor allem die deutschen Skiadler, doch auch die anderen Skiflieger durften sich über das anfeuernde „Ziiiiieh“ freuen. Am Ende der internationalen Veranstaltung mit einem bunten Rahmenprogramm stand der Pole Dawid Kubacki mit einem deutlichen Vorsprung als Sieger fest.

Das 35. Sommerskispringen war mit 14 Nationen nicht nur international und hochklassig bestückt, sondern es war auch ein echtes Sportfest mit Athleten ohne Berührungsängste. So kamen die Autogramm- und Fotojäger voll auf ihre Kosten, wobei die Stargäste Sven Hannawald und Dieter Thoma ebenfalls stets umringt waren. Mit Wolfi Hostmann hatte der Veranstalter auf einen echten Kenner mit Witz und Humor als Ansager gesetzt, sodass jeder Sprung und Athlet zu einem echten Ereignis wurde. Als kritischer, aber auch zufriedener Beobachter war FIS-Direktor Walter Hofer angereist, der vor allem den Jugendwettkampf als besondere Leistung hervorrief. Zufrieden zeigte sich auch Stadionchef Michael Lais.

Das Sommerskispringen lockte viele Gäste, so auch Braut Yvonne aus Köln mit ihren zwei Freundinnen aus Karlsruhe. „Das Springen ist super, die Elchparty war fantastisch, nun sind wir gespannt auf die VIPs Partyband“, sagten die drei jungen Frauen.

Vor großer Kulisse konnten Stefan Wirbser, Präsident des Schwärzwälder Skiverbands, und der ehemalige Skispringer Sven Hannawald 41 erfolgreiche Skisportler auszeichnen. Unter diesen Sport-Assen waren gleich 37 aus der Region. Die Snowboarderin Jana Fischer vom Skiclub Löffingen und die Biathletin Annika Knoll vom Skiclub Friedenweiler gehörten hier mit dazu.

Bei der Qualifikation – nach den neuen Richtlinien müssen alle Teilnehmer sich der Qualifikation stellen – hatte der Willinger Stephan Leyhe mit der Bestweite von 104 Metern die Nase vorn und sicherte sich den Qualifikationssieg. Beim Wettkampf selbst konnte der deutsche Skiadler nicht mehr ganz diese Weite erreichen, war allerdings mit 103,50 Meter knapp in die Quali-Siegerweite gesprungen. Sein polnischer Kollege Dawid Kubacki – der 27-Jährige siegte bereits beim Auftakt in Wisla – legte mit 105 und 104,5 Meter vor und sicherte sich damit den Sieg mit einem Vorsprung von 2,9 Punkten. Auf dem Siegerpodest konnten Stefan Wirbser, Präsident des Schwärzwälder Skiverbands, sein Stellvertreter Martin Schlegel und der Hinterzartener Bürgermeister Klaus Tatsch auch auf Rang drei und vier die starken Polen Piotr Zyla und Maciej Kot auszeichnen. Lokalmatador Andreas Wank überzeugte auf seiner Heimschanze mit Rang acht. Knapp dahinter auf Rang zwölf war Karl Geiger zu finden, Markus Eisenbichler landete auf Rang 15 und Richard Freitag auf Platz 16.


Europa-Park Youth Cup

Zum Sommerskispringen gehört auch der Wettbewerb für den Nachwuchs. „Es gibt nicht sehr viele solcher internationaler Wettbewerbe“, erklärte FIS-Direktor Walter Hofer. Das Publikum feuerte auch den Nachwuchs an, der über die Europa-Park-Schanze flog. Bei den Mädchen siegte Lisa Hirner aus Österrreich vor ihrer Landsmännin Julia Mühlbacher. Auf Rang drei folgte die Deutsche Amelie Thannheimer. Bei den Jungen hatten die beiden Slowenen Rok Malse und Taj Ekart die Nase vorn vor dem Schweizer Lean Niederbeuge.