Gütenbach – Einstimmig beschloss der Gütenbacher Gemeinderat, die Baumaßnahmen der Mehrzweckhalle von einem Statiker begleiten zu lassen. Der Auftrag ging an die Ingenieurgesellschaft für Tragwerkplanung mbH, Uli Wurz aus Villingen-Schwenningen. Er arbeitet seit vielen Jahren mit den Architekten Rosenfelder und Haas sowie dem Büro Schwarz aus Furtwangen zusammen. Die örtliche Nähe zur Baustelle sah Bürgermeisterin Lisa Wolber als weiteren Vorteil.

Die Decke im Untergeschoss ist offen, die Bauhofmitarbeiter leisteten hier Vorarbeit. <br /><em>Bilder: Christa Hajek</em>
Die Decke im Untergeschoss ist offen, die Bauhofmitarbeiter leisteten hier Vorarbeit.
Bilder: Christa Hajek | Bild: Hajek

Für zahlreiche Details bei der Sanierung ist die Mitarbeit eines Statikers erforderlich, wie Wolber auch bei der Besichtigung der Baustelle darlegte. Dazu gehören die Rippendecken ebenso wie die Sanierung des Flachdaches oder die Erstellung eines neuen Vordaches im Eingangsbereich. Auch zulässige Lasten über dem Altpapierlager und der Unterbau des Eingangsbereiches müssen statisch überprüft werden. Die Honorarkosten für den Statiker wurden mit rund 60 000 Euro ermittelt. Die Position ist in den einkalkulierten 350 000 Euro für Architekten- und Ingenieurleistungen enthalten.

Während der Umbauarbeiten muss die Elektroinstallation abgebaut und eine Baustromversorgung eingerichtet werden. Die Arbeiten wurden an die EGT Gebäudetechnik vergeben, die Ausschreibungssumme liegt mit knapp 27 000 Euro im Kostenrahmen. Vor der Sitzung hatte der Gütenbacher Gemeinderat die Baustelle besichtigt. Dabei wurden auch einige statische Probleme erläutert. Rund um die Halle sind die Erdarbeiten im Gange. Noch ist schwer vorstellbar, wie der Kinderspielplatz später aussehen wird.

Im Innern konnte das Gremium sehen, dass Bauhofmitarbeiter im Untergeschoss der Halle bereits Eigenarbeit geleistet und die Verkleidung der Rippendecken entfernt hatten. Fleißige Bürger haben sich erboten, bei der Sanierung der Mehrzweckhalle mitzuhelfen. Gegen Ende der Sommerferien wäre der Zeitpunkt gekommen, zu dem es Arbeit am Bau auch für Laien gibt. Als Termine schlug Bürgermeisterin Lisa Wolber den 1. und den 15. September vor. Bauhofmitarbeiter werden dabei sein, auch das Werkzeug stellt die Gemeinde zur Verfügung. Weitere Termine können eventuell nach Bedarf festgelegt werden. Anmeldungen sind hilfreich, aber willkommen ist jeder, auch ohne Anmeldung, versicherte die Bürgermeisterin. Mehrere Gemeinderäte lobten das Vorhaben und betonten, die Hilfe sei nicht nur gut für die Kasse der Kommune, sie stärke auch die Gemeinschaft.