Rollende Gastwirtschaften waren am Rosenmontag in Gütenbach unterwegs, entsprechend dem Motto „In Giedebach isch hit was los, mir bringe d’Wirtschafte uf’d Stroß“. Dabei hatten die Narren auf der einen Seite Glück, auf der anderen Seite aber auch Pech mit dem Wetter. Die Sturmwarnungen führten dazu, dass zwei größere Wagen aus Sicherheitsgründen nicht mitfahren konnten.

Zum einen war dies das Hardrock-Dorfcafé, zum anderen der Gasthof "Maierhof". Aber glücklicherweise besserte sich das Wetter zumindest teilweise bis zum Umzug. Es blieb trocken, für kurze Augenblicke kam sogar die Sonne kurz hinter den Wolken hervor. Allerdings pfiff gleichzeitig auch eine sehr frische Brise durch den Ort.

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Angeführt wurde der Umzug traditionell durch die Musikkapelle Gütenbach, die beim Rathaus Aufstellung nahm und hier während des Umzugs für die musikalische Unterhaltung sorgte. Präsentiert wurden im Umzug ehemalige, bestehende und auch künftige Gastwirtschaften. Inzwischen schon wieder ehemalig ist der Gasthof "Bären", der in Form eines großen Wagens mitgeführt wurde. Hier wurde auch das Schicksal des Gasthofs besungen.

Ebenfalls nicht mehr als Gastwirtschaft besteht der "Maierhof". Die Narrengesellschaft wollte mit einem großen Wagen dieses Lokal darstellen, doch der Wagen konnte wegen des Wetters nicht mitgenommen werden. Die Mitglieder der Narrengesellschaft sorgten beim Rathaus wenigstens dafür, dass die Zuschauer mit original Speckkuchen aus dem Lokal verwöhnt wurden.

Die Confiserie der Hupfdohlen (linkes Bild) mit ihrem alten VW-Bus. Die Mitglieder des Narrenballetts servieren beim Gütenbacher Umzug Süßigkeiten. Spezialitäten aus dem Wok gibt es bei den Chinesen (rechts) der Narrengesellschaft.
Die Confiserie der Hupfdohlen (linkes Bild) mit ihrem alten VW-Bus. Die Mitglieder des Narrenballetts servieren beim Gütenbacher Umzug Süßigkeiten. Spezialitäten aus dem Wok gibt es bei den Chinesen (rechts) der Narrengesellschaft. | Bild: Stefan Heimpel

Ein ähnliches Schicksal erfuhr die Gruppe, die ein Hard-Rock-Dorfcafé darstellen wollte. Hier blieben nur die Narren in Rockerkleidung übrig mit einem knatternden Mofa. Die übrigen Lokalitäten dagegen waren reine Fantasiegebilde, würden aber sicherlich die Gastwirtschaftslandschaft in der Region bereichern.

So präsentierte die Gütenbacher Winzergenossenschaft (Fun Boys) eine rollende Strauße und kredenzt hier beispielsweise den Messwein Balzer Herrgöttle. Ein leckeres Angebot hatten die Hupfdohlen, dass Narrenballett, mit ihrer rollenden Confiserie dabei.

Bild: Stefan Heimpel

Die Gruppe Newcomer hatte ihre Kneipe zwar Bier-King genannt, doch die Zuschauer wurden mit Sangria verwöhnt. Originell war auch die Pizzeria Bambini mit den kleinen Pizzabäckern und ihrem rollenden Pizza-Ofen.

Die Narrengesellschaft selbst präsentierte noch ein China-Restaurant mit einer ganzen Gruppe von Chinesen und frischen Spezialitäten aus dem Wok. Bekannt sind auch die Gütenbacher Spirituosen, die von der Gruppe Modos präsentiert und auch den Zuschauern immer wieder angeboten wurde.

Die AH-Dohlen hatten einen Saftladen dabei und machten damit etwas für die Gesundheit der Zuschauer. Hinter dem Rathaus löste sich der Zug dann auf. In verschiedenen Lokalitäten wie Feuerwehrgarage oder auf dem Pausenhof der Schule wurden Teilnehmer und Zuschauer anschließend aber noch bewirtet.