Ohne längere Debatten verabschiedete der Gütenbacher Gemeinderat den neuen Feuerwehr-Bedarfsplan. Im Amt bestätigt wurde Kommandant Jürgen Schonhardt, der von den Wehrmännern bei der Hauptversammlung wiedergewählt wurde. Er leitet die Gütenbacher Feuerwehr seit 2014.

40 aktive Mitglieder

Der Feuerwehr-Bedarfsplan wurde gemeinsam von Feuerwehr und Gemeindeverwaltung erstellt, berichtete Bürgermeisterin Lisa Wolber in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Die Gütenbacher Feuerwehr hat in der aktiven Abteilung 40 Mitglieder, 15 in der Jugendfeuerwehr und 20 in der Altersabteilung.

Tagsüber sind 13 Mitglieder im Ort

Im Ort anwesend sind tagsüber in der Regel 13 Feuerwehrleute. Bei Alarmierungen kommen von Montag bis Freitag durchschnittlich 15 Mitglieder, am Wochenende sind es 20.

Gerätehaus von 1952

Die Gütenbacher Feuerwehr verfügt über insgesamt fünf Fahrzeuge vom Löschgruppenfahrzeug bis zum Kommandowagen. Kommandant Jürgen Schonhardt wies in der Sitzung auf die mangelhafte Unterbringung hin. Das Gerätehaus, erbaut 1952, entspreche nicht mehr den gültigen Bestimmungen. Die getrennte Unterbringung von Fahrzeugen und Ausrüstung verlängere die Ausrückzeiten der Wehr. „Ein neues Gerätehaus ist unabdingbar“, stimmte Bürgermeisterin Lisa Wolber zu.

Löschwasserversorgung bereitet Sorgen

Sorgen bereitet die Löschwasserversorgung. Kommandant Jürgen Schonhard regte an, ein weiteres Stauwehr anzulegen, das sei in der Nähe vom Maierhof möglich. Die Reserve allein aus den Wasserreservoirs reiche in trockenen Sommern wie den vergangenen nicht aus. Eine gute Zusammenarbeit mit den Wehren der Umgebung bestätigte der Kommandant.

Im Schnitt 45 Einsätze pro Jahr

Die Einsatzstatistik im Durchschnitt der letzten drei Jahre weist jährlich 45 Einsätze der Gütenbacher Wehr aus. Knapp die Hälfte davon waren Brandeinsätze. Die übrigen Einsätze verteilen sich auf technische Hilfeleistungen, Tiere/Insekten, und 18 Prozent Fehlalarme. Im Gemeindebereich fanden die meisten Einsätze statt, im Rahmen der Überlandhilfe rückte die Wehr in 26 Prozent der Fälle aus.

Personal kostet elf Euro pro Stunde

Die Hilfe der Feuerwehr in Notfällen ist kostenlos. Gebühren werden fällig, wenn Schäden grob fahrlässig herbeigeführt werden oder wenn Alarm ausgelöst wurde, ohne dass ein Schadensfeuer vorlag. Ein Kostenverzeichnis für die Leistungen wurde beschlossen, berichtete die Bürgermeisterin. Darin wird der Personalaufwand mit elf Euro pro Stunde berechnet. Für das Löschfahrzeug 10/6 sind 120 Euro pro Stunde zu zahlen, für die Tauchpumpe oder Scheinwerferanlagen acht Euro, für einen Lüfter 20 Euro.

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