Gütenbach – Die vielen Freileitungen für die Stromversorgung im ländlichen Raum sind laut den Verantwortlichen des Energiedienstleisters schuld an den Stromausfällen in Gütenbach. Es ist jedoch Besserung in Sicht.

Mehrfach hatten die Gütenbacher im vergangenen Winter mit Stromausfällen zu kämpfen. In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates begrüßte Bürgermeisterin Lisa Wolber als Vertreter des Stromversorgers EnBW Kommunalberater Andreas Götz und den Leiter der Netzbetriebe, Reinhard Jäger.

Sie erläuterten die Ursachen der Gütenbacher Probleme und legten dar, dass an Verbesserungen intensiv gearbeitet wird. Die vielen Freileitungen im ländlichen Raum seien anfällig für Sturm, Schnee und andere atmosphärische Störungen, räumte Reinhard Jäger ein. Schadensstellen seien zudem oft schwer erreichbar.

Doch Verbesserungen sind nach Auskunft der EnBW in Sicht. Bereits seit Juni ist ein neues Schaltwerk in Simonswald in Betrieb, von dort führen zwei Leitungen nach Gütenbach. Verkabelungen sollen die Versorgung sicherer machen, sie sind allerdings etwa dreimal so teuer wie Freileitungen.

820 Meter noch in diesem Jahr

In Gütenbach werden 820 Meter Erdkabel im Hübschental noch in diesem Jahr verlegt, das kostet rund 150 000 Euro. Weitere 650 Meter sind im nächsten Jahr an der Reihe. Auch die Verkabelung im Simonswald wird zur Sicherheit der Gütenbacher Stromversorgung beitragen.

Andreas Götz erläuterte dem Gütenbacher Gemeinderat ferner, dass Vierfach-Leerrohre mit verlegt werden, zwei Adern davon sind frei. „Reden Sie mit uns, wir sind offen für alles“, plädierte er für gute Zusammenarbeit zwischen Stromversorger und Gemeinde.

Nach der Stromversorgung im Gewerbegebiet Ob der Eck fragte Gemeinderat Sebastian Weiß in der Sitzung. Dieses Gebiet werde „nie ganz abgehängt“, versicherte Andreas Götz. Es sei von Gütenbach und von Neukirch aus an die Stromversorgung angeschlossen.