Noch immer sind Vergaben zur Sanierung der Mehrzweckhalle notwendig. Der Gemeinderat stellte fest, dass steigende Preise aufgrund der vollen Auftragsbücher dies nicht gerade leichter mache. Architekt Martin Rosenfelder sieht dennoch die Chance, das Budget einigermaßen zu halten. Dies sagte Bürgermeisterin Lisa Wolber in der jüngsten Sitzung.

Eternit-Fassadenplatten kommen weg

Zunächst befasste sich der Rat mit den Dachdeckerarbeiten. Ausgeschrieben waren Rückbauarbeiten und Vorbereitungen sowie der Rückbau der Eternit-Fassadenplatten. Man habe vier Fachfirmen in beschränkter Ausschreibung angeschrieben, um sich im Nachgang an drei weitere Firmen zu wenden.

Die Kostenschätzung des Architekten habe sich laut Leistungsverzeichnis auf 191 313 Euro belaufen, das günstigste Gebot lag mit 216 720 Euro rund 25 400 Euro höher – allerdings seien beim Angebot mehr als 8000 Euro für Zimmererarbeiten dabei, die ursprünglich ein eigenes Gewerk gewesen seien.

Terrmintreue Handwerker wichtig

Jörg Markon (Wir in Gütenbach) sagte, er sei sich bewusst, dass die Preise unglaublich anzögen. Wichtiger erscheine ihm, ob der Unternehmer die Termine einhalten könne, was Wolber bejahte. Manuel Scherzinger (CDU/Freie Wähler) stellte fest, man müsse froh sein, mit Kammerer Bedachungen (Rohrbach) und der ortsansässigen Firma Schartel eine namhafte Firmenkooperation zu bekommen.

Fraktionskollege Sebastian Weiß rechnete vor, dass die Überschreitung durch die beinhalteten Zimmereiarbeiten doch einiges geringer ausfalle. Und man habe sich ja gute Unternehmen gewünscht.

Schwierige Lüftungsmontage

Nicht ganz glücklich war die Firma Baumeister aus Rottweil, die das Lüftungssystem montieren sollte. Bauliche Unzulänglichkeiten in der Statik hätten dafür gesorgt, dass die Lüftungskanäle nicht einfach aufgebracht werden können, sondern ein System an Montageschienen erforderlich sei, da die Befestigung nur an den Längsseiten der Gebäude-Querrippen möglich ist.

Da bereits durch die normalen Arbeiten an der Lüftung das Budget um rund 14 000 Euro überschritten wurde, müssen die Kosten an anderer Stelle eingespart werden. Das günstigste Gebot schien dem Gemeinderat auch das beste, vor allem, weil die Firma Baumeister das Gebot (20 072 Euro) abgab, daher sei die Koordinierung sehr einfach.

Cremefarbener Außenputz

Für die Außenfassade wurden ebenfalls die Weichen gestellt. Der Putz soll leicht cremefarben Weiß werden. Dazu schlug Architekt Dietmar Haas eine Lösung ähnlich der Mehrzweckhalle in St. Georgen-Peterzell vor. Dabei sollen der Baukörper der Halle sowie Umkleidebereich und Bauhof optisch getrennt werden. Ermöglicht werden soll das durch Trespa-Fassadenplatten, die die Zimmerei Kürner und Burger aus Schonach anbringen soll.

Die Fenster werden zeitlos Grau

In der Sitzung legte die Bürgermeisterin Farbmuster vor, aus denen die Ratsmitglieder die passende Farbe aussuchten. „Welche Farbe werden die Fenster haben?“, fragte Scherzinger (CDU/Frei Wähler), das sei schließlich maßgeblich.

Sie gehe von weißen Kunststofffenstern aus, antwortete Wolber. „Auf gar keinen Fall gemischt“, warf Hans-Helmut Fahle (Wir in Gütenbach) ein. Nach eingehender Betrachtung fand sich eine deutliche Mehrheit für die Farbe Midgray, ein zeitloses, helles Grau.