Märchenhaft ging es in der letzten Ferienwoche im Rahmen des Kinderprogramms zu. Unter der Obhut von Luisa Eschle und Jana Eberspächer entwickelten die Kinder ihr eigenes Theaterstück „Die Geburtstagsentführung“.

Jana Eberspächer aus Langenschiltach ist vom Fach. Sie studierte drei Jahre Theater- und Medienwissenschaft in Bayreuth. Bevor sie in den Beruf einsteigt, will sie mit „Work and Travel“ für ein Jahr nach Neuseeland gehen. Durch Bürgermeisterin Lisa Wolber kam sie nach Gütenbach und genoss die Zeit in der Zusammenarbeit mit Luisa Eschle und den Kindern, die sich schöpferisch und ideenreich zeigten.

Die ganze Woche war „Märchen“ das Thema. Am Montag schilderten die Kinder ihre Lieblingsgeschichte. Am Dienstag war Basteltag, an dem ein Lebkuchenhaus und ein Rapunzel-Turm hergestellt wurden, und am Mittwoch lockte der Märchenwald in Simonswald mit Picknick und Quiz. Alles wurde am Freitag mit dem Backen eines „Zauberkuchens“ abgerundet.

Tags zuvor hieß es es „Vorhang auf“, und die Chefregisseurin konnte als Gäste die Kindergartenkinder mit Leiterin Daria Hellinger-Kolb und Mitarbeiterinnen willkommen heißen. Daneben waren natürlich auch einige Eltern, Omas und Opas erschienen. Zum Gelingen trugen auch die Mamis bei, denn sie sorgten für die passende Kostüme. Im Zusammenwirken von allen Beteiligten entstand ein kindgerechtes Bühnenwerk, das mehrere Märchen zusammen fließen ließ.

Als Erzählerin fungierte Luisa Eschle. Sie erzählte von Rapunzel, La Belle, Aschenputtel, Dornröschen, Schneewittchen, Pocahontas, Tinker Bell, Elsa, Mulan, den Prinzen Silvan und Ben und dem bösen Zauberer Julien. Alle versammelten sich in einem Schloss im tiefen Wald, um Rapunzels Geburtstag mit einer tollen Party und einer mitgebrachten Torte zu feiern.

Songs wie „Zum Geburtstag viel Glück“ oder „Dornröschen war ein schönes Kind“ machten die Aufführung zum Musiktheater. Musik und Tanz wurden durch den Zauberer unterbrochen, der Rapunzel fesselte und entführte. Sie sollte nur frei kommen, wenn die anderen Aufgaben erfüllten, die sie kaum schaffen konnten. Da musste sportlich Rad geschlagen, Bälle zugeworfen und eine Einrad-Tour mit einigen Kunststücken bestanden werden. Daneben galt es, einen Einbein-Parcours zu überwinden und Zaubertricks zu beherrschen.

Zum Schluss regnete es Prinzessinnen-Sterne, die im Publikum verteilt wurden, und Rapunzel konnte erlöst werden. Das war Grund zum Feiern. Neben dem Applaus gab es ein süßes Dankeschön aus dem Korb der Kindergartenleiterin.