Einige gestandene Mannen kamen pünktlich am Samstagmorgen um halb acht, um einsatzfreudig Hand anzulegen. Von der angewachsenen Gruppe war die Hälfte Mitglieder der Fischereigemeinschaft.

Die Rathaus-Chefin selbst hatte die Aufsicht übernommen und wies die Mitwirkenden in Sicherheitsbedingungen ein. Das Schuhwerk musste stimmen, ebenso Handschuhe und Helme.

Bürgermeisterin Lisa Wolber (links) freut sich über die tatkräftigen Helfer mit Sachverstand.
Bürgermeisterin Lisa Wolber (links) freut sich über die tatkräftigen Helfer mit Sachverstand. | Bild: Siegfried Kouba

Die Bauhofmitarbeiter Felix Hetzel und Thomas Scherzinger sorgten für die Einteilung der nötigen Arbeitsgruppen, die sich selbst zusammen fanden. Architekt und Fachplaner bestimmten, was entfernt werden muss. Ihre Auflistung betraf vor allem den unteren Teil, sprich Bauhof, wo Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen abgebaut werden mussten.

Viel Abfallmaterial fiel an, wie Bleche, Aluminiumteile, Rohre und Stromkabel. Ein Elektrofachmann hatte zuvor die Hauptschalter abgehängt und für die nötige Elektrizität bei den Ausbauarbeiten war extra gesorgt. Auf Höhe der Halle mussten die Umkleideräume entkernt werden. Total herausgerissen wurden die WC-Anlagen. Decken wurden demoliert, Latten und Lampen entfernt und aller Abfall fachmännisch entsorgt. Über Container ging es damit zum Recycling-Hof.

Die alten Platten an der Decke des Musikraums haben die Freiwilligen bereits abmontiert.
Die alten Platten an der Decke des Musikraums haben die Freiwilligen bereits abmontiert. | Bild: Siegfried Kouba

Der ehrenamtliche Einsatz wurde der Bürgermeisterin bereits im Wahlkampf geraten. Entsprechende Erfahrungen hatte man in der Vergangenheit gemacht. Man hofft, einiges Geld zu sparen, denn immerhin 2,9 Millionen Euro soll die Sanierung kosten. Letztlich kommt der kostensparende Einsatz an der Mehrzweckhalle allen Bürgern und vor allem den Vereinen zugute.

Allein mit Hallenmieten seien die Unkosten nicht zu stemmen, meinte Bürgermeisterin Lisa Wolber. Sie freute sich, dass „Leute kamen, die Ahnung haben und wissen, was sie tun“. Ein kräftiges Vesper und Getränke hielt die Gemeindeverwaltung für die fleißigen Helfer bereit.