Konkret voran geht es nun auch in Gütenbach mit der Breitbandversorgung: In einer gut besuchten Informationsveranstaltung in der Gütenbacher Festhalle wurden die Bürger über die aktuellen Planungen und auch die ersten Termine informiert.

Die Anwohner des ersten Bauabschnitts haben bereits die entsprechenden Unterlagen erhalten und müssen nun in den nächsten Tagen ihren Glasfaser-Anschluss beantragen, sofern sie einen wollen. Bürgermeisterin Lisa Wolber geht dabei davon aus, dass die meisten Gütenbacher Bürger daran interessiert sind, denn aktuell sei die Internet-Versorgung für Gütenbach katastrophal.

Gottfried Vetter vom Zweckverband Breitbandversorgung übernahm den technischen Teil des Abends. Er präsentierte die Glasfaser-Technik im Detail. Im ersten Bauabschnitt, der noch in diesem Jahr begonnen werden soll, ist das Gewerbegebiet Neueck, einige Anwesen im Vordertal, die gesamte Hauptstraße mit der Kirchstraße, die Kreuzstraße bis zur Firma Faller und die Nordseite des Teichs enthalten.

Teilweise wurden wie beispielsweise in der Kirchstraße bei Sanierungen oder Kabel-Verlegungen auch bereits Leerrohre für das Glasfasernetz verlegt. Allerdings ist es nicht möglich, so erläuterte Lisa Wolber, gleich alle Gütenbacher Anwesen anzuschließen. Gerade in den Außenbereichen wird es noch einige Zeit gehen. Daher versucht man in Gütenbach, über ein Funk-Netzwerk für die Übergangszeit eine sinnvolle Alternative für die noch nicht angeschlossenen Anwesen zu installieren.

Bei der Veranstaltung in Gütenbach anwesend war auch Petra Sulzmann vom Zweckverband Breitbandversorgung. Sie ist zuständig für die Kundenbetreuung und das Vertragsmanagement. Alle betroffenen Anwohner erhielten in der vergangenen Woche Post mit den Vertragsunterlagen für die Hausanschlüsse.

Ein auch für die Gemeinde Gütenbach ganz wichtiges Thema ist die Angabe über eine berufliche Nutzung des Internets. Denn staatlich gefördert werden speziell die Leitungen zu den Anwesen, wo eine berufliche Nutzung nachgewiesen ist. Eine Straße ohne berufliche Nutzung des Internets wird hier also gar nicht gefördert, wenn das Internet auch nur beim letzten Anwesen in der Straße beruflich genutzt wird, wird die Verlegung für die ganze Straße gefördert.

Dabei sind es nicht nur Gewerbebetriebe, Selbstständige oder Freiberufler, die hier berücksichtigt werden. Auch ein Home-Office, in dem man ab und zu für den Betrieb gewisse Arbeiten über das Internet erledigen muss, reicht hier schon aus und sollte unbedingt bei der Anmeldung angegeben werden.

Wolber zeiget sich zuversichtlich, dass die meisten Gütenbacher sich für einen Anschluss entscheiden werden, weil nur mit solchen Maßnahmen zur Infrastruktur auch der Wert der Immobilien erhalten werden kann. Dabei gibt es auch die Möglichkeit, zuerst einmal nur eine Ablage des Glasfaserkabels auf dem Grundstück zu machen, was für die Hausbesitzer sogar kostenlos ist.

Die Bürgermeisterin rechnet damit, dass im Herbst mit den Bauarbeiten für die Verlegung begonnen wird, wenn dann das Glasfaserkabel aus Furtwangen kommend auf der Neueck angekommen ist. Im Lauf des kommenden Jahres könnte dann der Internet-Anschluss erfolgen.

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