14 Bauplätze waren ursprünglich im Gütenbacher Hintertal geplant. In der Sitzung des Gemeinderates informierten Bürgermeisterin Lisa Wolber und der Planer Henner Lamm das Gremium darüber, dass nur sieben Bauplätze realisiert werden können. Denn gegen die Bebauung des Mittelteils wurden gravierende Bedenken vom Umwelt- und Naturschutz vorgebracht. Wertvolle Biotope mit Flügelginsterweide und Magerweide wurden hier festgestellt, in die nicht eingegriffen werden dürfe. Übrig blieben zwei Teile mit insgesamt knapp 6000 Quadratmeter Fläche. Einverstanden mit dieser Reduzierung des Bebauungsplanes ist auch das Landwirtschaftsamt, berichtete Henner Lamm.

Ausgleichsmaßnahmen nötig

Zwei externe Ausgleichsmaßnahmen müsse die Gemeinde Gütenbach umsetzen, erläuterte die Bürgermeisterin. Eine Fettwiese aus dem kommunalen Besitz wird in eine Magerwiese umgewandelt, außerdem wird der Waldrand am Dorerhöhenweg neu gestaltet. Den Bauherren lässt der Plan viel Freiheit, lediglich die Obergrenze des Daches und das Maß der baulichen Nutzung werden festgelegt. Möglich seien auch Doppelhäuser, doch Planer Henner Lamm riet, diese nur zu genehmigen, wenn beide Bauherren feststehen.

Gemeinderat stimmt zu

Ein Hanggraben oberhalb der Grundstücke ist geplant, er sollte nach Ansicht des Planers im kommunalen Besitz bleiben. Unverändert bleiben Straße und Gehweg, beantwortete Bürgermeisterin Wolber eine Frage von Jörg Markon. Der überarbeitete Bebauungsplan wird vom 26. Juli bis 30. August offengelegt. In der Sitzung vom 9. Oktober wird er voraussichtlich verabschiedet. „Gegen die Verringerung der Fläche ist nichts zu machen“, stellte die Bürgermeisterin fest und plädierte für Zustimmung, die auch einstimmig erfolgte.

Kaufpreise noch offen

Vertagt wurde die Festlegung des Verkaufspreises. Fest steht freilich, dass das Baugebiet hauptsächlich Familien Platz bieten soll und dass es deshalb auf den Kaufpreis einen Kinderbonus gibt. Vorgesehen ist eine Bauverpflichtung innerhalb von drei Jahren.