Die Kriminalstatistik für das Jahr 2019, deren Eckpunkte Bürgermeister Martin Numberger dem Gemeinderat skizzierte, weist für die Region Geisingen 215 Straftaten aus, 11,9 Prozent weniger als im Vorjahr, als 244 Strafteten dokumentiert wurden. Leicht rückläufig ist auch die Anzahl der Verkehrsunfälle, deren Gesamtzahl sich auf 107 belief, nach 113 im Jahr 2018.

Aufklärungsquote leicht unter dem Landesschnitt

Gelöst hat die Polizei von den 2019 in der Region Geisingen begangenen 215 Straftaten 123 Fälle. Die Aufklärungsquote von 57,2 Prozent liegt leicht unter dem Landesdurchschnitt von 60 Prozent.

Starke Änderungen bei der Zahl der Tatverdächtigen

Die Zahl der Tatverdächtigen sank 2019 im Vergleich zum Vorjahr von 136 auf 110 (minus 19,1 Prozent). Dieser überproportionale Rückgang lasse laut Bürgermeister Numberger den Schluss zu, dass sich die Straftaten bei einzelnen Tatverdächtigen häufen. Die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren sank von 34 im Vorjahr auf 18. Der Anteil von Tatverdächtigen ohne deutsche Staatsangehörigkeit stieg von 22,8 Prozent im Vorjahr auf 43,6 Prozent. Worauf dieser sprunghafte Anstieg zurückzuführen ist, blieb offen. Der Bürgermeister betonte aber, dass die Kategorie „nichtdeutsche Tatverdächtige“ keinesfalls mit Flüchtlingen gleichzusetzen sei.

Blick auf die einzelnen Deliktbereiche

Die Kriminalstatistik erfasst für das Jahr 2019 folgende Deliktsbereiche (in Klammern die Zahlen für 2018): 4 Sexualstraftaten (4), 26 Rohheitsdelikte (33), 64 Diebstähle (70), 42 Vermögens- und Fälschungsdelikte (42), 7 Verstöße gegen das Ausländer- und Asylverfahrensgesetz (1), 2 Fälle von Wirtschaftskriminalität (1), 23 Rauschgiftdelikte (30), 46 Fälle von Straßenkriminalität (43) und 3 Fälle von Gewaltkriminalität (4).

Viele Unfälle im Vergleich zum Fünf-Jahres-Schnitt

107 Verkehrsunfälle waren 2019 in der Region zu verzeichnen, im Vorjahr waren es 113. Damit ist die Unfallhäufigkeit zwar leicht rückläufig, im Fünf-Jahres-Vergleich mit einem Durchschnittswert von 76 Unfällen, fallen die Werte aber vergleichsweise hoch aus. 77 der im Jahr 2019 verzeichneten Unfälle waren mit Sachschaden verbunden (2018: 76), 30 mit Personenschaden (2018: 37). Ein Verkehrsunfall verlief tödlich (2018: fünf), 14 Unfälle forderten Schwerverletzte (2018: 19), Leichtverletzte gab es in 31 Fällen (2018: 36).

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