Zusammen mit Vertretern der Stadtteile war der Gemeinderat auf Waldvisite. In dem von Hartmut Bertsche betreuten Revier Geisingen Süd wurden mit Schwerpunkt auf der Gemarkung Aulfingen an mehreren Waldbildern Aspekte der Waldbewirtschaftung erläutert.

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In der Abteilung Junghau gab es zum Auftakt interessante Informationen zur derzeit laufenden Buchen–Saatgutgewinnung. Die herabfallenden Früchte werden mit ausgelegten Netzen eingesammelt und daraus der Samen gewonnen. Geisingen hatte sich bereits vor vier Jahren an einer solchen Aktion beteiligt. Diese bringt nicht nur Einnahmen für die Stadtkasse. „Die Stadt trägt damit auch zum Waldumbau bei“, resümierte Kreisforstamtsleiter Karlheinz Schäfer, unter dessen Leitung die Waldbegehung stand.

Fördermittel stehen in Aussicht

Im Buchenaltholzbestand ging es um ein ganz neues Thema: Seit Juli dieses Jahres fördert das Land den Vertragsnaturschutz im Wald. Voraussetzung für die Gewährung der beachtlichen Fördermittel ist die Ausweisung von Baumgruppen, die für 20 Jahre aus der Bewirtschaftung genommen werden. Schäfer empfahl bei der momentan schwierigen Ertragslage der Forstbetriebe diese zusätzliche Einnahmequelle. Begeistert von dieser Möglichkeit zeigte sich auch Revierleiter Bertsche und informierte, dass es in dem Revier Möglichkeit gäbe, „eine ganze Anzahl solcher Habitatbauminseln auszuweisen“.

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Obgleich es sich bei dem besichtigten Buchenwald um einen gut herausgepflegten Bestand handelt, waren abgestorbene Bäume zu sehen, was verdeutlicht, dass die Hitze und Trockenheit auch der Buche zu schaffen machen.

6000 Festmeter Käferholz

Ein betrübliches Bild bot sich in der Abteilung „Judental“. Der Borkenkäfer hat hier ein „großes Loch“ aus in den Fichtenbestand gefressen. Die Massenvermehrung des Schädlings erfordert auch vom Stadtwald ihren Tribut mit einem enormen Vermögensschaden. Allein im Revier Süd sind 6000 Festmeter Käferholz angefallen. „Alle Käferbäume hatte man vor der Sommerpause aus dem Wald gebracht, dennoch war nach dem Urlaub schon wieder starker Befall festzustellen“, so Hartmut Bertsche.

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