Der Senior steuerte seinen Kleinwagen gegen 9.30 Uhr über den Bahnübergang an der Hans-Kramer Straße. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte der Fahrer die rote Ampel am Bahnübergang aufgrund der tief stehenden Sonne nicht gesehen. Als sich die Schranke auf sein Fahrzeugdach senkte, hielt er sofort an. Der Zugführer, der mit 140 Stundenkilometern an den Bahnübergang heranfuhr, leitete noch eine Notbremsung ein, erfasste das Auto jedoch. Hierbei wurde durch die Wucht des 800 Tonnen schweren Zugs der Motorblock aus dem Fahrzeug herausgerissen. Teile der Fahrzeugfront wurden mehrere hundert Meter bis zum Stillstand des Zugs mitgeschleift.

Der Unfall rief die gesamte Rettungskette von Feuerwehr, DRK, Bahnpolizei und Rettungshubschrauber auf den Plan. Was sich per Definition als Streifunfall darstellte, bot ein Bild der Zerstörung. Am Hyundai war der komplette Vorderwagen abgerissen, Motor und Karosserieteile auf dem gesamten Bahnübergang verstreut. Unbeschädigt ist lediglich der Fahrgastraum geblieben.

Der Autofahrer, der Lokführer sowie seine 49 Fahrgäste blieben unverletzt. Am Kleinwagen entstand laut Mitteilung der Polizei wirtschaftlicher Totalschaden, die 80 Tonnen schwere Lokomotive wurde nur leicht beschädigt und konnte nach etwa zwei Stunden die Fahrt fortsetzen. Eine Leitplanke sowie die Schrankenanlage wurden beschädigt, sodass sich der Gesamtschaden auf rund 15.000 Euro beläuft.

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