In Aulfingen geht das Jubiläumsjahr trotz Corona nicht ohne ein besonderes Ereignis zu Ende: Unter dem Titel „1250 Jahre Aulfingen, gestern und heute“ wird ein neues ortsgeschichtliches Werk herausgegeben, das den Gabentisch zu Weihnachten bereichert. Die ganze Vorfreude auf die 1250-Jahrfeier des Geisinger Ortsteils hat das Virus zu Nichte gemacht.

Vier Jahre Vorbereitung zunichte gemacht

Bereits Ende 2016 hatte der damalige Ortsvorsteher Uwe Fröhlin mit großem persönlichem Engagement die Vorbereitungen für das stolze Ortsjubiläums gestartet. Schon damals hielt man es für sinnvoll, in einer Publikation die Entwicklung und das Leben im Ort in den vergangenen 50 Jahren darzustellen. Man entschied sich, die vorhandene Chronik nicht fortzuschreiben oder zu ergänzen, sondern mit einer völlig neuen Schrift einen Beitrag zum Bewusstsein der eigenen Identität zu leisten.

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Unter dem Vorsitz von Ortsvorsteherin Heike Theuerkauf hatte der Festausschuss das Festwochenende auf die Tage vom 10. Bis 12. Juli 2020 terminiert. Die Vorbereitungen befanden sich längst auf der Zielgeraden, dann kam das Virus. Das offizielle Programm musste abgesagt werden. Nach wie vor ist unklar, ob und wie ein Jubiläumsfest gefeiert werden kann.

Ein Lichtblick zur Freude

In der betrüblichen Situation bietet die angekündigte Publikation, wenn auch nicht im vollen Umfang, einen gewissen Ausgleich dafür, dass das dreitägige Fest ausfallen musste und damit einen Lichtblick zur Freude.

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Zur Umsetzung der Idee schlüpften Michael und Judith Amma sowie Jochen und Alexandra Edele in die Rolle als Heimatforscher, gestalterisch begleitet von der Grafikerin Silvia Binninger. Seit Herbst 2018 haben die Akteure sich der anspruchsvollen Aufgabe gewidmet, das Geschehen in ihrem Heimatort in der Neuzeit für künftige Generationen festzuhalten. In einer gut funktionierenden Arbeitsteilung, wobei die Einzelergebnisse in regelmäßigen Treffen koordiniert und zusammengeführt wurden, galt es in unzähligen Stunden Bildmaterial zu sammeln, alles Wissenswerte aufzuzeichnen und vor allem Zeitzeugen nach ihren Erinnerungen zu befragen. Auch interessante Lichtblicke in längst vergangene Zeiten wie beispielsweise die Aulfinger Mühle wurden in die Darstellung einbezogen.

Projekt schweißt Team zusammen

„Es war ein langer Weg, das angestrebte Ziel zu erreichen. Dennoch war es eine schöne Zeit, die uns vom Redaktionsteam zusammengeschweißt hat. Wir haben durch die Aufgabe unseren Heimatort noch intensiver kennengelernt und sehen manches mit anderen Augen“, so das Resümee von Michael Amma. Viele Schätze in Form von wertvollen Fotos seien ans Tageslicht gekommen. Die zahlreichen Interviews mit Zeitzeugen machten das Geschichsbuch lebendig.

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Wie Jochen Edele informiert, bildete sein Part, durch umfangreiche Recherchen das benötigte Datenmaterial zu gewinnen und in eine für die Schrift passende Form zu bringen, eine große Herausforderung. Zusammen mit seiner Frau forschte er in mehreren Archiven sowohl auf örtlichen Ebenen als auch in Kirchenarchiven. Auch im Archiv des SÜDKURIER konnten interessante Berichte gewonnen werden.

„Über unsere bisherigen Kenntnisse hinaus haben wir durch die Kontakte mit der Bevölkerung bisher Unbekanntes in Erfahrung bringen können, teilweise auch spannende Begebenheiten, die zum Schmunzeln anregen“, sagt er und dankt dem Team für das angenehme Zusammenwirken.

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Das Redaktionsteam dankt Bevölkerung und Vereinen für die Unterstützung der herausfordernden Arbeit durch Anregungen, Informationen aber auch die Überlassung von wertvollen Fotos. Manche Bürger griffen selbst zur Feder. So ist ein Werk mit einem Umfang von 190 Seiten entstanden. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Der reich illustrierte Band, auf den man gespannt sein darf, kann somit in Druck gehen, sodass er rechtzeitig vor Weihnachten zur Verfügung steht.