Sie war längst überfällig, wurde aber immer wieder verschoben: die offizielle Amtseinführung der Schulleiterin von Kirchen-Hausen, Simone Rudolf. Rudolf ist in Kirchen-Hausen keine Unbekannte, ist sie dort schon seit 17 Jahren als Pädagogin tätig.

Nachdem ihre Vorgängerin Annemarie Mang vor zwei Jahren in den Ruhestand ging, übernahm Simone Rudolf kommissarisch die Schulleitung.

Als dann der Beschluss fiel, es bei drei eigenständigen Schulen zu belassen, war es eine bange Frage, wer wohl die Schulleitung übernimmt. Ob sich Simone Rudolf bewirbt? Oder ob es sie in ihre Heimat, dem Hegau, zieht?

Ein Glücksgriff für die Schule

Sie bewarb sich und ihr wurde die Schulleitung vor mehr als einem Jahr übertragen. Damit hatte die Schule einen Glücksgriff gemacht, das wurde in den Reden bei der offiziellen Amtseinführung in der Kirchtalhalle deutlich.

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die bereits für das Frühjahr geplante offizielle Amtseinsetzung erst jetzt statt.

Markus Maier betonte im Namen des Lehrerkollegiums, dass sich jede Schule eine solche Leitung wünsche, besonders engagiert mit viel Energie und Ruhe, Gelassenheit und positiver Energie.

Stephan Wohlgemuth vom Schulamt Konstanz lobte die umfangreichen Hygieneregeln und Abstände der Gäste in der Halle. Wenn ein Pädagoge Schulleiter oder Schulleiterin werde, sei dies ein neuer Beruf, so Wohlgemuth. Er hatte keine lange Rede dabei, sondern interviewte Simone Rudolf: Was ist neu als Schulleiterin?

Mädchen für alles

Man sei Postbote, Sekretärin, Telefonistin, Wartungsfrau für Kleingeräte, Richterin und Anklägerin, kurzum ein Mädchen für alles, so die Antwort von Simone Rudolf. Ganz neu seien die meisten Tätigkeiten aber nicht, da sie die Schule bereits während der Krankheit von Annemarie Mang und dann auch noch ein Jahr danach kommissarisch leitete.

Simone Rudolf plauderte über ihre Familie und ihr Hobby, dem Kunstradfahren wo sie mit Freundinnen viele Wettbewerbe, unter anderem auch Weltmeisterschaften, gewann.

Bürgermeister Martin Numberger verlieh seiner Freude Ausdruck, dass Simone Rudolf der Schule mit ihrer Bewerbung treu geblieben ist. „Sie passen nach Kirchen-Hausen und in das Kollegium“, sagte er und lobte: „Sie machen einen sehr guten Job.“

Rahmenprogramm für begrenzte Zahl an Teilnehmern

Ortsvorsteher Christoph Moriz sagte: „Wir sind alle froh über eine kompetente und engagierte Schulleiterin.“ Wenn Sabine Rudolf die Schule jetzt auch noch solange wie ihre beiden Vorgänger leiten würde, das wäre ein großes Glück, so Moriz.

Simone Rudolf bedauerte es, dass sie wegen der Corona-Auflagen nicht alle zu dieser Feier einladen konnte, die sie gerne dabei gehabt hätte.

Schüler gestalteten das Programm mit Tänzen und Gedichten, ebenso wie die Vorsitzende des Elternbeirates, Carmen Elsässer, sowie Rudolfs Teamkolleginnen vom Kunstradverein Aach.

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