Die neue Donaubrücke ist betoniert. Aber damit ist sie noch lange nicht fertig, denn die weiteren Arbeiten dauern noch einige Monate. Ursprünglich war die Betonierung des Brückenkörpers schon eine Woche früher geplant, aber ein coronabedingter Ausfall von einigen Arbeitern verzögerte die Arbeiten.

Am Montag, 10. Mai, rollten dann ab dem frühen Morgen 530 Kubikmeter Beton von der Firma Jäggle in Hüfingen an. Rund 70 Wagenladungen wurden mit einer Betonpumpe auf die Brücke befördert. Gegen Mittag kam eine weitere Fachfirma dazu, um den Beton zu glätten.

Wetter ideal zum Betonieren

Polier Martin Benedikt freute sich über das zum Betonieren ideale Wetter: „Das ist auch ideal zum Abbinden des Betons, wäre es warm wie am Sonntag, müsste theoretisch ein Verzögererzusatz zugemischt werden, damit der Beton nicht so schnell abbindet.“ Mit dem Einbau des Baustahls war am 19. April begonnen worden. Nach drei Wochen waren diese Arbeiten erledigt.

Polier Martin Benedikt überwacht die Arbeiten an der Donaubrücke und freut sich über das zum Betonieren ideale Wetter.
Polier Martin Benedikt überwacht die Arbeiten an der Donaubrücke und freut sich über das zum Betonieren ideale Wetter. | Bild: Paul Haug

90 Tonnen Eisenstäbe wurden dabei verlegt, alles genau nach dem Statik- und Verlegeplan, ferner nochmals 30 Tonnen Spannstahl. Nachdem die Stähle verlegt waren, folgte zunächst die Kontrolle und Abnahme der Arbeiten.

Bis zu acht Mischer gleichzeitig

Erst danach konnte betoniert werden. Dabei wurde der Beton mit einer Pumpe auf die Baustelle befördert. Zeitenweise waren acht Mischer gleichzeitig da und lieferten den begehrten Baustoff.

Die Betonplatte wird, nachdem sie geglättet ist, abgedeckt. Sobald der Beton die notwendige Druckfestigkeit erreicht hat, soll an den Spannstählen die Schwindvorspannung vorgenommen werden, einige Tage später folgt dann die sogenannte Vollvorspannung. Am 17. Mai soll dann auch das Traggerüst, das aus Stahl besteht, abgelassen und ausgebaut werden. Die Brücke trägt sich dann selbst.

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„Noch im Zeitplan“

„Insgesamt sind wir noch im Zeitplan, aber es kann sein, dass wegen einem coronabedingten Ausfall von Arbeitern mal eine kurze Verzögerung eintritt“, so Polier Martin Benedikt. In den nächsten Wochen sollen die Gehwegkappen eingeschalt und betoniert werden, anschließend werden die beiden Wiederlager hinterfüllt.

Viele weitere Arbeiten stehen noch an – wie beispielsweise das Abdichten der Brücke – bevor dort dann der Fahrbahnbelag aufgebracht wird. Auf dem Plan stehen noch die Entwässerung, die Anbringung der Leitplanken und Geländer, die Straßenanbindung, das Befestigen der Uferbereiche und letztendlich auch die Rekultivierung der Baustellenfläche.

Auf jeden Fall bis Herbst

Bis die Brücke dann befahren werden kann, geht noch einige Zeit ins Land. Die vielen noch ausstehenden Arbeiten dauern auf jeden Fall bis zum Herbst. Im Zuge der mit dem Brückenbau verbundenen Straßenbauarbeiten wird auch die Einfädelungsspur auf die Bundesstraße 31 in Richtung Donaueschingen mitgebaut.

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Mit dem Abbruch der alten Brücke wurde vor einem Jahr begonnen worden, am 17. September 2020 war dann Spatenstich für den Neubau.