Mit der Verantwortung gegenüber den Musikern, ihren Familien und Freunden, den Besuchern und der Gesellschaft insgesamt begründet die Vorsitzende Felizitas Thiel die Absage.

Bisher, so schreibt sie in einer Pressemitteilung, gelte für Großveranstaltungen ein Verbot bis Ende August 2020. Ob das Brunnenfest eine Großveranstaltung im Sinne der Bundesregierung oder des Landes Baden-Württemberg darstellt, sei derzeit noch nicht absehbar. Ebenfalls unklar seu, wie die zu erwartenden Hygienevorschriften für Veranstaltungen aussehen werden. „Sicher ist, dass die aktuell geltenden Mindestabstandsregelungen in einem Festzelt kaum umsetzbar sind“, so Thiel.

Erste Absage seit 1982

„Es ist die erste Absage des Brunnenfestes seit seiner Einführung im Jahre 1982. Deshalb fiel uns die Entscheidung sehr schwer. Schließlich stecken wir jedes Jahr von neuem unser ganzes Herzblut in die Veranstaltung und haben dabei zusammen mit unseren Gästen viel Spaß. Darüber hinaus wird der finanzielle Verlust nur schwer zu verkraften sein. Es ist sehr schade, aber angesichts der Lage unabdingbar.“

Balkonkonzerte gehen weiter

Der Musikverein Polyhymnia Leipferdingen hofft, im nächsten Jahr das Brunnenfest wieder wie gewohnt ausrichten zu können. Unterdessen werden die Musiker und Musikerinnen mit den sonntäglichen Balkonkonzerten weiterhin für Abwechslung sorgen.