Der Ortschaftsrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung detailliert mit dem Thema Brandschutz für das Gebäude, in dem Kindergarten, Schule und Festhalle untergebracht sind, beschäftigt. Den Planentwurf hierzu hat Stadtbaumeister Christian Butschle vorgestellt.

Treppe als Fluchtweg

Um die vom Landratsamt erteilten Auflagen zu erfüllen, soll an der rückwärtigen Seite des Gebäudes eine Treppe als Notausgang für die zwei Klassenzimmer angebracht werden. Vor der Festhallenbühne soll ein barrierefreier Notausgang geschaffen werden.

Hinzu kommen im ganzen Gebäude Feuerschutz- und Fluchttüren sowie eine ganze Anzahl weiterer Maßnahmen für den Brandschutz.

Die Aktion ist sehr kostenaufwendig. Im Haushalt 2021 sind für den Schulbereich 55.000 Euro, für den Kindergarten 20.000 Euro und für die Festhalle 75.000 Euro veranschlagt.

Zeitlich passen die Auflagen nicht in das Konzept des Ortschaftsrates, da im kommenden Jahr ohnehin die Planung für eine neue, beziehungsweise sanierte Festhalle in Auftrag gegeben werden soll. „An der Erfüllung der Vorschriften führt jedoch, schon der Verantwortung wegen, kein Weg vorbei“, so der Ortsvorsteher, Jürgen Keller. Auch Bürgermeister Martin Numberger, der an der Sitzung teilnahm, sah dies so.

Der Ortschaftsrat vergab die Lieferung der Feuerwehrschränke für das Feuerwehrgerätehaus in der von der örtlichen Wehr gewünschten breiteren Ausführung an die BBTec-Industrietechnik, Talheim, die Bodenbeschichtung mit Rutschhemmung an die Isolate – Nachfolge, Wurmlingen.

Scheune kann abgerissen werden

Zum Neubaugebiet Hanfgarten sagte Keller, dass nach Anordnung von Fledermauskästen am Haus Mühlenbach die auf dem künftigen Bauland stehende Scheune abgerissen werden könne. Bevor die Bagger anrollen würden, gebe es mit den Anliegern jedoch noch Klärungsbedarf.

Leipferdingen hat sich laut Keller erfolgreich an der Aktion „Wir jagen Funklöcher“ beteiligt. Erreicht worden sei, dass Telekom und Vodafon Masten aufstellen. Der Ort sei dann gut versorgt, so Keller.

Erste Gmond per Livestream

Die traditionell am ersten Werktag des Jahres stattfindende, meist gut besuchte öffentliche Ortschaftsratssitzung wird den Corona-Kontaktbeschränkungen 2021 nicht zum Opfer fallen. Jürgen Keller informierte, dass die „Erste Gmond“ per Livestream übertragen werden soll.